Hochwasserrückhaltebecken gehen in Betrieb

Von: ds
Letzte Aktualisierung:
Gressenich: Das Becken mit ein
Gressenich: Das Becken mit einem Stauvolumen von rund 10?000 Kubikmetern entstand an einer Talsenke am Omerbach oberhalb des Ortes.

Gressenich/Eschweiler. „Wo ist denn hier Wasser, das die Menschen bedroht”, stellte Dürens Bürgermeister Paul Larue die Frage in die Runde, die sich wohl so manch ein Spaziergänger oder Jogger schon gestellt hat, als er am Omerbach oder am Diepenlinchenbach oberhalb von Gressenich vorbeigekommen ist.

„Man traut das den beiden Bächen nicht zu, dass sie gefährlich werden können, aber es ist so”, sagte Paul Larue und erinnerte an die Hochwasserprobleme in der Vergangenheit entlang des Omerbachs, vor allen Dingen in Eschweiler-Nothberg.

Zur Sicherung des Hochwasserschutzes am Omerbach hat der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) jetzt ein Konzept umgesetzt, das den Bau von insgesamt drei Hochwasserrückhaltebecken beinhaltete. Nachdem eines der Becken an der Eifelstraße in Nothberg bereits vor fünf Jahren errichtet worden war, konnten jetzt die beiden Becken an den Standorten Gressenich und Diepenlinchenbach auf Stolberger Stadtgebiet fertiggestellt werden, die den Schutz am Unterlauf des Omerbachs weiter verbessern.

Der Einladung zur offiziellen Inbetriebnahme der Hochwasserrückhaltebecken am Freitagmorgen, die jeweils ein Stauvolumen von fast 10.000 Kubikmetern haben, sind zahlreiche Damen und Herren erschienen „in unterschiedlichen Funktionen und Rollen, die in der Konzeptionsphase und schließlich zur Umsetzung beigetragen haben”, so der Vorsitzende des WVER-Verbandsrat. Gemeinsam mit dem Umweltamt der Städteregion, der Bezirksregierung Köln und den beiden Städten Stolberg und Eschweiler war es möglich, die beiden Hochwasserrückhaltebecken parallel innerhalb eines Jahres zu errichten.

Der Damm in Gressenich hat eine Länge von 90 Metern und an seiner höchsten Stelle eine Höhe von vier Metern. Zur Aufschüttung wurde eine Erdmasse von 3700 Kubikmetern bewegt. Das Auslaufbauwerk drosselt den Omerbach an dieser Stelle von einem rechnerischen Wasserzufluss von knapp zwei auf einen Abfluss von maximal einem Kubikmeter pro Sekunde.

Auch beim Becken Diepenlinchenbach wurde ein Auslaufbauwerk aus Stahlbeton mit einer integrierten Hochwasserentlastung sowie einem Betriebshäuschen errichtet. Durch das Bauwerk wird der Bach von rund einem auf maximal 0,3 Kubikmeter pro Sekunde gedrosselt.

Die Gesamtkosten für die Hochwasserrückhaltebecken belaufen sich laut WVER-Vorstand Professor Wolfgang Firk auf 1,6 Millionen Euro. In Gressenich wurden 785.000 Euro verbaut, am Diepenlinchenbach 856.000 Euro. Die Kosten werden mit 65 Prozent durch das Land NRW bezuschusst.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert