Historischer Wetterhahn nach 70 Jahren zurück

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Da ist er wieder! Der vor rund 70 Jahren verschwundene Wetterhahn der Klosterkirche St. Jöris hat nun ein Platz in der von St. Jöriser Bürgern restaurierten „guten Stube“ des Ortes. Norbert Offergeld (links), Vorsitzender der Heimatfreunde Kinzweiler, brachte das Fundstück zurück, Schlossermeister Norbert Offergeld (rechts) montierte ihn in der Klosterkirche. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler-St Jöris. Vor bald 70 Jahren verschwand der Wetterhahn von der Spitze der Klosterkirche in St. Jöris. Jetzt ist er wieder da. Und darüber freut sich nicht nur der Vorstand des Fördervereins Zisterzienserinnenkloster St. Jöris, darüber freut sich der ganze Ort.

Im letzten Kriegsjahr oder kurz nach dem 2. Weltkrieg ist der Hahn verschwunden, das jedenfalls schließt der Verein aus historischen Fotos der Klosterkirche. Aber wie sein Verschwinden, so liegt auch sein Wiederauftauchen etwas im Dunkeln. Eine aus Kinzweiler stammende (und erst nach dem Krieg geborene) Frau, deren Namen er nicht nennen möchte, habe ihm den Wetterhahn gebracht, berichtet der frühere Vorsitzende des inzwischen aufgelösten Vereins Heimatfreunde Kinzweiler, Dieter Offergeld. Die Kirchturmzierde aus Kupfer und Messing habe viele Jahrzehnte lang in einem Keller gelegen, sei dann dort entdeckt und von einem Künstler restauriert, poliert und aufgearbeitet worden.

Die erste Idee war natürlich, dass es sich um einen Hahn vom Dach der Kinzweiler Kirche handelte. Doch ein Vergleich von alten Fotos zeigte: der konnte es nicht sein. Eine Nachfrage im Nachbarort brachte dann Gewissheit. „Das isser“, erinnerte sich ein alter Bürger von St. Jöris, Peter Offergeld.

Nun hat allerdings die Klosterkirche, die „gute Stube“ des Stadtteils St. Jöris, seit Jahren bereits wieder einen Hahn. Der vor wenigen Monaten verstorbene Gründer und Ehrenvorsitzende des Fördervereins, Karl Hahn, hat ihn gestiftet, und viele Bürger haben dafür gespendet. Den neuen Hahn wieder vom Dach holen und den alten stattdessen montieren – das geht nicht, sagt der Vorstand des Vereins. Er ließ sich eine andere Lösung einfallen.

„Wir haben entschieden, den alten Hahn in der Kirche anzubringen, an der Mauer neben dem Portal“, berichtet Vorsitzender Reinhard Dohmen. „Ein würdiger Platz“, da sind sich alle Mitglieder des Vorstands sicher, die sich jetzt nach der Montage des Wetterhahns in der Klosterkirche versammelten.

Ein sehr schmuckes Teil

Für den historischen Hahn, dessen Alter unbekannt ist, fertigte der Bau- und Kunstschlossermeister Norbert Offergeld eine Halterung. Sehr solide, tief im Mauerwerk verankert und vorsichtshalber auch noch mit einer Diebstahlsicherung, denn der Hahn ist ein sehr schmuckes Teil. Und er soll nicht noch einmal aus St. Jöris verschwinden.

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