Eschweiler - Hirnlose Geister: Statt Brauchtum rücksichtsloser Vandalismus

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Hirnlose Geister: Statt Brauchtum rücksichtsloser Vandalismus

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Trauriges Bild am Morgen danach: In der Halloween-Nacht kühlten randalierende Jugendliche ihr Mütchen an diesem Warte-Unterstand an der August-Thyssen-Straße.

Eschweiler. Am frühen (Halloween-)Abend klingelten noch „auf gruselig” geschminkte Kinder an den Haustüren, um mit ihrem Schlachtruf „Süßes oder Saures” den vielerorts vorhandenen „Schnütz-Schrank” zu entlasten oder einen Streich zu spielen.

Diese Art der Brauchtumspflege wurde von vielen schmunzelnd akzeptiert, und die kleinen Grufties erhielten ihre Süßigkeiten.

Kurz nach Mitternacht traten dann in der August-Thyssen-Straße aber die hirnlosen Geister auf den Plan. Eine kleine Gruppe Jugendlicher hinterließ auf ihrem Weg in die Innenstadt eine zerstörte Bushaltestelle, wo sie zwei der teuren Glasscheiben in tausend Stücke zerschlugen. Die Polizei nahm aufgrund von Zeugenaussagen noch in der Nacht die Suche nach den Übeltätern auf.

„Wie schön wäre es doch, wenn Kommunen ihre Finanzmittel so gezielt einsetzen könnten, dass für genau diese Klientel von Bürgern kein Cent übrig bliebe nach dem Motto: Leere Köpfe - leere Kasse”, zeigte ein Anwohner nur Unverständnis für die blinde Zerstörungswut. „Vielleicht sind aber auch die momentanen Aseag-Preise für Schülertickets noch viel zu niedrig?” mutmaßt er. Auch Eltern von „nachtschwärmerischen” Jugendlichen sollten einmal darüber nachdenken, dass ihre eigenen Kinder zukünftige Fahrpreiserhöhungen mitverantworten.

Ähnlich rabiat gingen Vandalen in der Hehlrather Straße zu Gange. Eine Anwohnerin beschwerte sich bitterlich: „Es war einfach schlimm!” Gegen Mitternacht wurde sie vom Lärm der umheriehenden „Feiernden” geweckt. Da hatten sie bereits ein Fallrohr, das von der Dachrinne an der Hauswand herabführt, mutwillig beschädigt. Mehrere Eier landeten an der Fassade. „Die Spuren bekommt man gar nicht mehr weg”, klagt die Betroffene. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde zudem ein Auto zerkratzt. „Ist das Halloween? Zertören und Kaputtmachen?”, fragt die Anwohnerin.

Die Polizei spricht dagegen insgesamt von einem ruhigeren Halloween in der Städteregion im Vergleich zu Vorjahren. Von 63 auf 53 Einsätze gingen typische Halloween-Begleiterscheinungen wie Schlägereien, Sachbeschädigungen und Randalierer zurück. Ärgerlich: Die immer noch zahlreichen Sachbeschädigungen (15). Wie in den Jahren zuvor zu Halloween hatte die Polizei ein besonderes Konzept gefahren. So waren mehr Polizisten auf den Straßen unterwegs.

Das tröstet die betroffene Anwohnerin der Hehlrather Straße nicht: „Die Leute sollen an Halloween Spaß haben. Aber das ist definitiv kein Spaß!”, bleibt sie auf hunderten Euro Schaden sitzen.
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