Hilfe, um einmal eine Auszeit zu nehmen

Von: Jutta Geese
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Aachen. Kinder großzuziehen, kann ganz schön anstrengend sein. „Als Mutter von drei Kindern, die immer berufstätig war, weiß ich, wie schwierig das ist”, sagt Renate Adomeit. Noch viel schwieriger aber sei es für Familien mit einem Kind, das körperlich oder geistig behindert ist.

„Die brauchen auch mal eine Auszeit, einige Stunden für sich, in denen sie wieder auftanken können”, betont die Geschäftsführerin des Familien entlastenden Dienstes (FeD) der Lebenshilfe Aachen.

Doch immer noch trauen sich manche nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, bedauert Adomeit. „Erst wenn die Not ganz groß ist, kommen sie zu uns.” Vor allem Mütter glaubten, sie müssten es alleine schaffen. „Eine Frau mit Zwillingen und einem behinderten Kind hat mir gesagt: Ich will mein Kind ja nicht abschieben”, berichtet Adomeit. „Andere sagen, noch bräuchten sie keine Hilfe.”

Sie und ihr Team versuchen dann zu erklären, dass es nicht darum geht, das Kind „abzuschieben”, sondern darum, dass die Eltern auch mal etwas ohne Kind unternehmen können - und sei es, dass sie einfach mal in Ruhe einkaufen oder ein paar Stunden allein im Garten entspannen können. „Und für die Kinder oder Jugendlichen ist es auch eine willkommene Abwechslung, wenn sie mit Gleichaltrigen in einer unserer Gruppen spielen oder basteln können, einen Ausflug unternehmen oder in Ferien fahren.”

Der FeD bietet jedoch nicht nur Gruppen an, sondern auch stundenweise individuelle Betreuung im häuslichen Umfeld durch geschultes Personal. „Wir schauen genau, wer zu welcher Familie passt”, betont Adomeit. Rund 70 Honorarkräfte, darunter viele Studierende, arbeiten derzeit für den FeD. Engpässe gibt es dennoch hin und wieder, insbesondere in den Eifelkommunen. „Schön wäre auch, wenn wir mehr junge Männer fänden, die Lust haben, stundenweise mitzuarbeiten.” Interessenten können sich jederzeit bei der Lebenshilfe FeD GmbH melden.
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