Hier spielen Kinder so gut wie Senioren

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Das wollten die Kommunalpolitiker gern selber ausprobieren: Besichtigung des Mehrgenerationen-Spielplatzes mit Gisela Vonderbank am „Ski Stepper” und Bernd Schmitz auf dem „Sit Up”.

Eschweiler. Als Erwachsener auf einem Spielplatz spielen? Die Hemmschwelle ist da erst einmal hoch. Man ist ja kein Kind mehr! Wer schon selber Kinder hat oder sogar Enkel, der hempelt doch nicht mehr auf dem Spielplatz herum, selbst wenn er die Kleinen dort hin begleitet. Oder?

„Wenn sich erst einmal einige Leute überwunden haben, machen alle bald mit”, berichtete Hedwig Assenmacher vom Umweltamt der Stadt jetzt vor Ort Eschweiler Kommunalpolitikern. Die besichtigten einen der inzwischen drei Mehrgenerationen-Spielplätze in Eschweiler.

Die futuristischen Geräte auf dem Spielplatz im Ostpark, dem Gelände hinter der Bürgerbegegnungsstätte Eschweiler-Ost, erinnern allerdings kaum an klassische Spielgeräte wie Schaukel oder Wippe. Es sind eher wetterfest konstruierte Sportgeräte der Art, wie man sie aus dem Fitnesscenter kennt.

Und so ist das auch gedacht. Es geht um „gesundheitsfördernde Betätigung”, erfahren die Mitglieder des Sozial- und Behindertenausschusses, des Behindertenbeirats und der Arbeitsgruppe Kinderspielplätze bei ihrer Besichtigung.

Aber es geht auch um Spaß und die Freude an der Bewegung im Freien. Vor 30 Jahren war es die Idee der Trimmpfade, die Furore machte. Das hat sich inzwischen abgeschwächt. Zudem werden Trimmpfade eher von jüngeren Leuten benutzt, seltener von Senioren. Aber spielerische Bewegung ist nach wie vor ein wichtiges Thema, und zwar für jedes Alter, schilderte Winfried Effenberg, Amtsleiter im Sozialamt und zugleich Eschweilers Seniorenbeauftragter.

Ein Faltblatt der Stadt schildert den Nutzen der Mehrgenerationenplätze. Er gehe weit über die sportliche Betätigung hinaus. Die Plätze seien zugleich auch soziale Treffpunkte, vermeiden Isolation von Senioren, ermöglichen dabei auch aktive Freizeitgestaltung und Verbesserung der Fitness.

Und natürlich fördern sie das Miteinander der Generationen. Das sah man auch bei der Besichtigung am Dienstag, als Kinder begeistert auf den Sportgeräten spielten und sie nur ungern für die Kommunalpolitiker räumten ...
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