Hertie-Insolvenzverwalter: Rettung möglich

Von: dpa
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Essen/Düsseldorf/London. Die Gespräche zu einer Rettung der Warenhauskette Hertie sind nach Einschätzung des Insolvenzverwalter Biner Bähr weiter offen.

„Wenn es gelingt, die Mieten für die Warenhäuser auf ein marktübliches Niveau zu senken, bin ich mir sicher, dass einer der Interessenten auch anbeißt”, sagte Bähr am Freitag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dpa. Derzeit sei er im Gespräch mit mehreren möglichen Investoren, sagte Bähr. Falls die Senkung der Mieten nicht gelinge, sei der Fortbestand des Unternehmens weiter in Gefahr. Bis Anfang März rechne er mit einer Entscheidung, sagte Bähr.

Am kommenden Mittwoch sei ein Gespräch mit einem der Interessenten beim Land Nordrhein-Westfalen über eine mögliche Übernahme einer Bürgschaft vorgesehen. Einen Namen wollte Bähr jedoch nicht nennen. Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium bestätigte am Freitag in Düsseldorf lediglich Gespräche mit dem Insolvenzverwalter ohne Einzelheiten zu nennen. Dabei gehe es um die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze bei dem angeschlagenen Unternehmen, hieß es.

Eine Mitteilung des Hauptbesitzers der Hertie-Immobilien Mercatoria Acquisitions BV (MABV), nach der die Rettungsgespräche gescheitert sein sollen, wollte Bähr nicht bestätigen. Es habe bereits seit mehreren Tagen keine Gespräche mit Mercatoria mehr gegeben, sagte er. An einem Treffen am Freitag in London habe auch kein Vertreter des Unternehmens teilgenommen. Das Unternehmen ist Eigentümer von 58 Hertie-Immobilien.

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