Herrenrunde lässt die Puppen tanzen

Von: ran
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Boten den Herren im Saal einen wahren Augenschmaus: Die Höppekroetsch begeisterten mit Charme und Akrobatik. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Einmal im Jahr wird die Festhalle in Weisweiler zu einem Refugium, in dem eine nicht unerhebliche Zahl honoriger Herren zusammenkommt, um in gediegener Atmosphäre philosophischen Gedanken nachzugehen. Oder anders ausgedrückt: Mächtig auf den Putz zu hauen!

Am frühen Freitagabend war es wieder soweit. Die KG Lätitia Blaue Funken Artillerie Weisweiler hatte zur Herrensitzung eingeladen. Und wie gewohnt, waren zahlreiche Gäste der Einladung gefolgt, um sowohl auf als auch vor der Bühne für grandiose Stimmung zu sorgen.

Gleich zum Auftakt wirbelte das Lätitia-Tanzpaar Kerstin Sevenheck und Manuel Hauk temperamentvoll und anmutig über die Bühne und bot den jecken Herren im Saal einen wahren Augenschmaus. Für Vizepräsident Marcel Römer, der Präsident Karl-Heinz Kamm als Sitzungsleiter glänzend vertrat und humorvoll sowie souverän durch das Programm führte, die Gelegenheit, erste Begeisterungsstürme für „seine“ Gesellschaft entgegenzunehmen.

Anschließend freute sich kein Geringerer als Guido Cantz, Gast der „schönsten Veranstaltung im Jahr“ sein zu dürfen. Seine bessere Hälfte hatte ihm „Viel Spaß“, aber auch „trink nicht so viel“ mit auf den Weg gegeben. „Ja was denn nun?“, zeigte sich Guido Cantz daraufhin etwas ratlos. Als Vorsätze für 2014 hat er sich vorgenommen, nicht mehr fremdzugehen, sowie die Finger von Alkohol, Nikotin und sonstigen Drogen zu lassen. „Wenn es dann noch mit dem Lügen klappt, wird es ein super Jahr“, ist er zuversichtlich. Schließlich gab es noch einen kurzen Abstecher in die aktuelle Politik. „Merkel mit zwei Krücken unterwegs? Ich dachte, Brüderle und Rösler wären gar nicht mehr dabei!“

Die Höppekroetsch, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern, zeigten kurz darauf eindrucksvoll, was in ihnen steckt. Zu Klängen von „Thunder“, „Die Nacht ist nicht zum Schlafen da“ sowie „Let me entertain you“ zeigten die Tänzerinnen und Tänzer akrobatische Einlagen vom Feinsten, um schließlich mit dem „Gangnam-Style“ einen starken Auftritt zu krönen.

Tipps zum Flughafenbau

Comedian Wolfgang Trepper outete sich als großer Schlagerfan und brachte dem vollständig begeisterten Publikum die musikalischen und literarischen Vorzüge von Karel Gott, Andrea Berg, Heino, Drafi Deutscher und Costa Cordalis in unaufgeregter Form näher. Darüber hinaus hatte er einen guten Rat in Sachen „Berliner Flughafen“ parat. „Man hätte diesen von Jungs aus Ost-Berlin bauen lassen sollen. Zunächst hätte es geheißen, niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen, und zwei Tage später hätte das Ding gestanden.“

Musikalische Leckerbissen der „Paveier“ trieben dann das närrische Volk ein weiteres Mal auf die Stühle. Mit „Schön ist das Leben“, „Mir singe e Lääve lang“, „Heimat es“, „Saach niemols nie“, „Wir sind Kölsche us Kölle am Rhing“ und „Dat weed ne schöne Daach“ boten die „kölsche Urgesteine“ einen tollen Mix aus Klassikern und neuen Hits.

„Manni der Rocker“ ließ es sich nicht nehmen, dem Publikum ein Riesenkompliment zu machen. „Endlich wieder eine vernünftige Kostümsitzung. Der Renner scheint einmal mehr der kaufmännische Angestellte zu sein.“ Ebenso deutete er an, ein Geheimnis zu lüften. „Wisst ihr, wie man einen Doofen neugierig macht. Erzähle ich euch nächstes Jahr!“

Etwas für die Ohren und die Augen präsentierten die „Funky-Marys“: Das Quintett hat Sympathien für „Cowboys in Lederhosen“, unterstrich „Ohne dich schlaf ich hück Naach nit in“, klagte „Du kannst nicht treu sein“ und zeigte sich mit „I will survive“ und „Is this the way to Amarillo?“ international. Die Blue Dance Girls präsentierten einen tänzerischen Rundumschlag, der mit „Piraten“ auf den Weltmeeren begann und mit Hip-Hop sowie Samba-Klängen Bühne und Saal der Weisweiler Festhalle zum Beben brachte.

Seine „Heimstärke“ stellte einmal mehr der Trompetensound „Die Weisweiler“ unter Leitung von Dietmar Krauthausen unter Beweis: Die Fastelovend-Hits „Saach niemols nie“, „Du bes die Stadt“ und „Du bist meine Liebe, meine Stadt und mein Verein“ animierten das Publikum, lautstark mitzusingen.

Die Tanzgruppe „De Höppemötzjer“ aus Köln faszinierte die Zuseher leichtfüßig und voller Charme mit akrobatischen Einlagen, bevor die „Domstürmer“ eine klare Ansage machten: „Steht auf, wenn ihr keine Düsseldorfer seid!“ Ihr Hit „Mach dein Ding“ riss die Fastelovendsjecken noch einmal mit und bot einen würdigen Schlusspunkt eines mehr als vierstündigen Feuerwerks.

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