Herbstfahrt des Geschichtsvereins führt in den Norden Deutschlands

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Mitglieder des Geschichtsvereins entdeckten viel Sehenswertes im Norden Deutschlands. Foto: Kurt Manthey

Eschweiler. Eine der schönsten Landschaften Deutschlands, der Lüneburger Heide mit den umliegenden Hansestädten, galt die Herbstreise des Eschweiler Geschichtsvereins. Erstes Ziel der 43 Teilnehmer unter der Leitung von Simon Küpper war die Hauptstadt Niedersachsens Hannover.

Im prachtvollen Rathaus aus der Kaiserzeit zeigte die Stadtführerin die Entwicklung der Stadt an vier Stadtmodellen. Die anschließende Stadtrundfahrt verdeutlichte dies an Bauwerken verschiedener Stilepochen. Nach der Führung durch die herrlichen Anlagen der Herrenhäuser Gärten erreichte man zügig das Hotel in Walsrode in ländlicher Idylle, das Standquartier für sechs Tage.

Der zweite Tag begann mit einer Führung durch das Heidestädtchen Hermannsburg. Von dort gab es im 19. Jahrhundert eine Missionsbewegung von jungen evangelischen Männern nach Afrika. Das zweite Tagesziel war die alte Hansestadt Lüneburg, Namengeber für die Heideregion. Im Mittelalter war die Stadt durch die Salzgewinnung und den Handel mit dem „Weißen Gold“ reich geworden, was sich bis heute in den vielen prachtvollen Fachwerkhäusern widerspiegelt.

Alte Residenzstadt

Die alte Residenzstadt Celle an der Aller war das Ziel des dritten Tages. Mit fast 500 Fachwerkhäusern aus vier Jahrhunderten ist Celle einmalig in Deutschland. Bei der Stadtführung waren die Eschweiler besonders beeindruckt von der Marienkirche mit schöner Ausmalung und großen Epitaphen im Chor. Am Nachmittag folgte dann eine Führung durch das weiße Residenzschloss. Es spiegelt die Geschichte der Welfen bis zur Personalunion mit England wider. Schmuckstück ist die reich ausgestattete Schlosskapelle.

Am vierten Tag stand die Freie Hansestadt Bremen auf dem Programm. Der Dom, das Rathaus, der Roland auf dem Marktplatz und natürlich die Bremer Stadtmusikanten wurden ebenso besichtigt wie die berühmte Böttcherstraße.

Am Nachmittag gab es noch einen Abstecher nach Worpswede, das Künstlerdorf, in dem im 19. Jahrhundert Maler und Bildhauer wie Mackensen, Overbeck, Modersohn und besonders dessen Frau Paula Modersohn-Becker die Begründer des modernen Expressionismus wurden.

Ziel des vorletzten Tages war die Kreisstadt Gifhorn in der Südheide. Nach der Stadtführung wartete ein besonderer Höhepunkt der Studienfahrt: die sehr bewegende Führung durch den Glockenpalast, zu dem Michail Gorbatschow zusammen mit seiner Frau Raissa den Grundstein legte. Der Initiator und die Triebfeder das Projektes Horst Wrobel führte selbst durch die Ausstellung und die Glockengießerei.

Im Jahr 2007 errichtete er auch das Denkmal „Europäische Freiheitsglocke“. Es erinnert an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ und an die wiedererlangte Einheit Deutschlands. Der Idealist ließ sogar auf einem Hügel eine Russisch-orthodoxe Holzkirche mit vergoldeten Kuppeln nachbauen. Am Nachmittag folgte dann ein geführter Rundgang durch das große Freigelände mit 14 Wind- und Wassermühlen aus verschiedenen Ländern Europas. Das internationale Mühlenmuseum entstand auch auf Initiative der Familie Wrobel.

Auf der Rückfahrt am letzten Tag wurde bei einer zweistündigen Führung noch das alte Bergstädtchen Tecklenburg im Teutoburger Wald besucht. Die Heimreise wurde, wie an allen Tagen, mit Volksliedern, Gedichten und lustigen Vorträgen der Teilnehmer bereichert.

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