Helfen macht Freude: Schüler unterstützen Misereor-Gesundheitsprojekte

Von: tim
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Zeigten viel Eigeninitiative und weckten die Spendenbereitschaft ihrer Mitschüler: die Schülerinnen der Klasse WPA13 des Eschweiler Berufskollegs. Foto: Timo Müller

Eschweiler. „Wenn Kaufrausch auf Armut trifft“, so lautet das Motto einer Aktion der Klasse WPA13 des Berufskollegs Eschweiler in Partnerschaft mit Misereor. Im Rahmen des Religionsunterrichts von Birgit Osterholt machen die Schülerinnen, die sich gerade im zweiten Ausbildungsjahr zu Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten befinden, auf die Missstände, die weltweit durch Armut entstehen, an ihrer Schule aufmerksam.

„Armut hat viele Gesichter“, „Armut macht krank“, „Jeder verdient Gesundheit“, so die Titel einiger der 15 Plakate, die momentan in Form eines Adventskalenders im Foyer des Berufskollegs zu sehen sind.

Diese erweckten auch gleich bei vielen Schülern weiterer Klassen derart Interesse, dass diese von sich aus auf die jungen Auszubildenden zukamen, um ebenfalls ihre aktive Hilfe für das Projekt anzubieten. Gleichzeitig besuchten die Schülerinnen alle anderen Klassen des Berufskollegs, um sie direkt über ihr Projekt zu informieren und Spenden zu sammeln. So kamen bis Montag durch die große Spendenbereitschaft ihrer Mitschüler ganze 1116 Euro für den guten Zweck zusammen.

„Es macht uns allen Freude, anderen Menschen zu helfen“, so die 18-jährige Tugce Güzel, Klassensprecherin der WPA13, die sichtlich stolz auf das Projekt ist.

Auch der Schulleiter des Berufskollegs der Indestadt, Thomas Gurdon, zeigte sich von so viel Hilfs- und Arbeitsbereitschaft sowie Eigeninitiative seiner Schüler begeistert. Insbesondere weil „sich Hilfsbereitschaft heutzutage meistens darauf beschränkt, nur einen Klick in den sozialen Medien zu machen“. Das Geld kommt Projekten von Misereor in Sambia, El Salvador, Guatemala und Äthiopien zugute, die sich auf Gesundheitsdienste spezialisiert haben.

Gefährliche Spritzen

Für viele Menschen in den genannten Ländern sind diese Projekte oft die einzige Möglichkeit, eine grundlegende medizinische Versorgung zu erhalten. Dazu kommt ein hygienisches Problem: Da in Ermangelung an Spritzen bei Impfungen oft dieselbe Spritze mehrmals an verschiedenen Personen genutzt werden muss, steigt die Gefahr für Patienten, sich mit ansteckenden Krankheit wie zum Beispiel Aids zu infizieren, dramatisch an. Dabei kostet eine Einwegspritze lediglich 50 Cent.

Projekte der guten Sache

Diese erschreckenden Tatsachen motivierten die Schülerinnen im Alter von 17 bis 23 Jahren umso mehr, etwas gegen diese Missstände zu unternehmen. Doch dabei wollen sie es nicht belassen. „Wir fordern die anderen Schulen heraus“, so der Appell von Tugce Güzel an andere Schüler, es ihnen gleichzutun und auch ein Projekt für den guten Zweck zu beginnen.

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