Heinz-Willi Thielen mit dem „Schluckspechtorden“ ausgezeichnet

Von: ran
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Illustre Karnevalsrunde: Der frischgebackene „Schluckspecht“ Heinz-Willi Thielen präsentiert, umrahmt von Klee Oepe Jonge und anderen Ordensträgern, seine Urkunde. Foto: Andreas Röchter
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Kleiner Tropfen im großen Glas: Heinz-Willi Thielen genoss die Auszeichnung sichtlich. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Er zählt sicherlich nicht zu den Menschen, die grundsätzlich in der ersten Reihe zu finden sind. Vielmehr erfüllt er seine Aufgaben eher unauffällig im Hintergrund. Doch für die KG Nothberger Burgwache ist er nahezu unverzichtbar.

Ohne ihn wäre das „Domizil 2000“, die Heimat der Burgwächter, vielleicht nur ein Traum geblieben. Und auch bei zahlreichen weiteren Projekten hatte und hat Heinz-Willi Thielen seine Finger im Spiel. Am Freitagabend wurde der Geschäftsführer der KG Nothberger Burgwache nun in einen illustren Kreis indestädtischer Fastelovendsjecke aufgenommen: In der vollbesetzten „Delio-Arena“ zeichnete ihn die KG Klee Oepe Jonge mit dem „Schluckspechtorden“ aus!

„Fühle dich wohl in unserer Runde. Der Eschweiler Karneval braucht Menschen wie dich, die unter anderem den Jüngeren mit Rat und Tat zur Seite stehen können“, hieß Laudator Albert Schönenborn, Präsident der KG Onjekauchde Röhe und Vorgänger Heinz-Willi Thielens als „Schluckspecht“, den Neuling willkommen. Bereits sein Jahrgang, Heinz-Willi Thielen erblickte vor 6x11 Jahren das Licht der Welt, sei ein Gütesiegel. „Joschka Fischer, Marius Müller-Westernhagen, Otto Waalkes und Peggy March wurden im gleichen Jahr geboren“, betonte der Laudator.

1983 als inaktives Mitglied ein Burgwächter geworden, hielt Heinz-Willi Thielen 1989 Einzug in den Elferrat seiner Gesellschaft. In der Session 1995/1996 fungierte der frischgebackene Schluckspecht dann als Hoffotograf des Burgwächter-Prinzengespanns Karl-Heinz Schröteler und Herbert int´Zandt. „Du hast über dein Hobby, die Fotografie, den Sprung in den großen Eschweiler Karneval geschafft“, unterstrich Albert Schönenborn.

1998 wurde der Weinschorlen-Liebhaber dann in das Amt des Vizepräsidenten gewählt, ein Jahr später übernahm er die Aufgaben des Geschäftsführers. „Ein Amt, dass Heinz-Willi Thielen bis heute ausübt und auch noch zehn Jahre ausüben will“, warf Albert Schönenborn augenzwinkernd einen Blick in die Zukunft und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Ein abwechslungsreiches Programm zu Ehren des neuen „Schluckspechts“ ließ die Ordensverleihung zu einem kurzweiligen Vergnügen werden. Bevor Klee-Oepe-Vorsitzender Herbert Froesch die Gäste begrüßte, hielt der Spielmannszug „Reserve Jonge en Mädchere“ Einzug und heizte dem Publikum mächtig ein. Die ehemalige Kindermarie Celina Gschwendtner zeigte bei ihrer Premiere als Jugendtanzmariechen der KG Klee Oepe Jonge einen fulminanten Tanz, bevor mit Arno Göbbels (KG Klee Oepe Jonge) und Heinz Saus (KG Eefelkank Hastenrath) zwei Ehrenpräsidenten als Moderatoren das Zepter in die Hand nahmen und den „offiziellen Teil“ des Abends einläuteten, der mit dem Einmarsch der Schluckspechte begann. Aus diesem illustren Kreis stach der „Schluckspechtpanikchor“ hervor, der mit dem Lied „Ruckzuck Schluckschluck“ einen zukünftigen Ohrwurm präsentierte, Ovationen des Publikums hervorrief und sich die Chance auf Wiederholung im nächsten Jahr ersang.

Nach der Verleihung des Ordens ergriff dann der frischgebackene Schluckspecht das Wort: „Ich freue mich riesig! Die Spezies Schluckspecht erfeut sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit über einen steigenden Bestand. Nicht zuletzt deshalb, weil rund um Eschweiler herum eine Vielzahl von Tränken errichtet wurden, die das Überleben der Schluckspechte sichern“, so das humorvolle Fazit von Heinz-Willi Thielen.

Kurz nachdem die Schluckspechte wieder im Saal Platz genommen hatten, erklomm mit Raimund Kamps „ene Rentner“ die Bühne: „Als Rentner kann man tun, was man will. Oder was die Frau sagt“, berichtete er. Und man lerne neue Welten kennen. Zum Beispiel beim Bäcker. Schwer zu verdauen, wenn die Verkäuferin dann folgende Meinung kundtut: „Ich tue eins mehr rein, weil sie nicht so schön aussehen!“ Einen wahren Augenschmaus bot die Klee Oepe-Showtanzgruppe „Step by Step“, bevor die KG Nothberger Burgwache ihrem „Schluckspecht“ die Aufwartung machte. Tanzmariechen Jasmin Kardung nahm das Publikum voller Esprit und Temperament mit an das „Bickendorfer Büdchen“, die Showtanzgruppe präsentierte „Time of my life“ und entführte die Zuschauer „Mitten in die Eifel“.

Präsident Frank Fischer gratulierte den Klee Oepe Jonge zu ihrer Wahl: „Ihr zeichnet mit Heinz-Willi Thielen einen Menschen aus, der nicht im Vordergrund steht, für unseren Verein aber unverzichtbar ist“, lobte er. Worte, die den neuen Ordensträger zu einer Antwort herausforderten: „Ich bin nur ein kleines Rad im großen Getriebe der Nothberger Burgwache. Gerade deshalb bin ich stolz, ein Burgwächter zu sein. Aber hier im Publikum sitzen eine ganze Menge von Menschen, die diesen Orden genauso verdient hätten wie ich“, erklärte Heinz-Willi Thielen bescheiden. Dann ging noch einmal die Post ab: Das Trompeterkorps der Nothberger Burgwache sorgte für einen grandiosen Abschluss der Verleihung.

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