Eschweiler - Heimbeirat vertritt Bewohner in Senioreneinrichtungen

Heimbeirat vertritt Bewohner in Senioreneinrichtungen

Von: Irmgard Röhseler
Letzte Aktualisierung:
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Machen sich für ihre Mitbewohner stark: Manfred Steffens, Käthe Roos, Karl-Willi Frelenberg und Bernd Houben (von hinten). Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Der Umzug in eine Senioreneinrichtung bedeutet für viele Menschen eine große Umstellung. Von jetzt auf gleich gerät ein Mensch, der ein Leben lang selbstständig und frei gelebt hat, in ein Abhängigkeitsverhältnis. Gerade die Menschen, die krankheitsbedingt ihren Lebensabend in einem Heim verbringen müssen, fällt es schwer, ihre eigenen Interessen zu vertreten.

Um die Belange der Bewohner zu vertreten und eine Mitbestimmung gewährleistet ist, ist jede Senioreneinrichtung verpflichtet, einen Heimbeirat wählen zu lassen. Wie in jedem Seniorenheim gibt es also auch im Ago-Seniorenzentrum am Ringofen, das in diesem Jahr Partner unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel ist, einen Heimbeirat. Unter dem Vorsitz von Karl-Willi Frelenberg und seinem Stellvertreter Harald Vogt sind Käthe Roos, Manfred Steffens und Bernd Houben weitere Mitglieder. Das Quintett ist sozusagen „Mittelsmann“ zwischen Bewohner und Heimleitung. Es nimmt Anregungen und Beschwerden von Bewohnern entgegen und tritt, falls es erforderlich ist, in Verhandlung mit der Heimleitung.

Offenes Ohr für Bewohner

In einer Senioreneinrichtung läuft alles nach einem gewissen Plan ab. Da die Heimleitung und die Betreuungskräfte im wesentlichen die Atmosphäre in einer solchen Einrichtung prägen, fühlen sich manche Bewohner unfrei in ihrem Handeln, ja geradezu fremdbestimmt. „Das fängt schon beim Essensplan an“, weiß Karl-Willi Frelenberg, der seit sieben Jahren Heimbeirats-Vorsitzender ist und sich für seine Mitbewohner stark macht. Der ehemalige Dachdecker war früher selbstständig und hatte 16 Angestellte. Er weiß, wie man eine Mannschaft führt. „Ich bin jemand, der den Mund aufmacht!“ sagt er und lächelt. „Vielleicht wählen mich deshalb die Leute immer wieder!“

Es ist nämlich schon seine vierte Wiederwahl, ein Heimbeirat wird alle zwei Jahre von den Bewohnern neu gewählt. Karl-Willi Frelenberg und sein Team sind also da, wenn die Menschen Hilfe und Rat brauchen und sie helfen auch dabei, wenn mal ein Formular ausgefüllt oder ein Brief aufgesetzt werden muss. „Die meisten Bewohner scheuen sich, selbst Kritik zu äußern“, weiß Frelenberg. Damit der Heimbeirat seine Aufgabe richtig ausführen kann, muss er mit den Bewohnern in ständigem Kontakt bleiben, um die Probleme und Sorgen zu ermitteln.

Aber nicht nur die Bewohner können sich vertrauensvoll an den fünfköpfigen Heimbeirat wenden, auch die Angehörigen würden hin und wieder um Rat fragen. Beispielsweise, wenn die bettlägrige Mutter aus Angst vor Repressalien , sich nicht über eine etwas zu rüde Pflegekraft beschweren möchte. „Das hat es auch hier schon gegeben, und das hatte auch ganz schnell personelle Konsequenzen“, berichtet Frelenberg. aber das komme ‚Gott sei Dank‘ selten vor.

„Ein super Mann“

Die meisten Beschwerden hätten die Menschen, wenn es ums Essen gehe. „Der eine möchte lieber das und der andere das. ‚Auf die Speisepläne habe der Heimbeirat ein besonderes Auge, meint Frelenberg. „Wenn uns etwas nicht passt, dann streichen wir das durch und schreiben etwas anderes hin. Wir fragen regelmäßig nach, was sich die Leute noch einmal wünschen.“ Auf die Frage hin, ob denn die Essenswünsche dann erfüllt würden, nickt Frelenberg eifrig. „Ja, die Küchenchefin schaut auch immer wieder mal vorbei und fragt nach und versucht, möglichst alle zufrieden zu stellen.“ Das klappe natürlich nicht immer.

Im Moment habe der Heimbeirat eher weniger zu tun. „Unser Heimleiter ist ein super Mann!“ lobt Frelenberg. Harold van Donzel sei ein Mensch, der die Bewohner oft besuche und mit ihnen ein Schwätzchen halte. Die Tür zu seinem Büro stehe meistens für jedermann offen.

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