Eschweiler - Hauch von Wehmut weht durch Bücherei

Hauch von Wehmut weht durch Bücherei

Von: Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
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Abschied mit einem Gläschen Sekt: Mit Helen Weidenhaupt, Peter Adrian, Peter Gartzen, Michaele Schmülling-Kosel, Desire Müller und Horst Schmidt (v. l.) sagten die Mitglieder des Fördervereins der scheidenden Büchereileiterin Christine Rohe (3. v. l.) „Auf Wiedersehen”. Foto: A. Röchter

Eschweiler. Es ist eine harmonische und problemlose Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Stadtbücherei gewesen. Und doch kam am Dienstagabend Wehmut auf. Denn es hieß, Abschied zu nehmen.

Mit Christine Rohe geht nämlich die langjährige Leiterin der Stadtbücherei zum Jahresende in den Vorruhestand. Bei einem Gläschen Sekt blickten die zuvor in ihren Ämtern bestätigten Vorstandsmitglieder des Fördervereins nach der Versammlung gemeinsam mit der scheidenden Leiterin zurück, aber auch in die (nahe) Zukunft.

In diese wird Horst Schmidt den Förderverein als Vorsitzender führen. Seine Stellvertreterin bleibt Helen Weidenhaupt, die Kasse wird nach wie vor Desireé Müller führen. Schriftführer Albert Schiffer sowie die Beisitzer Felicitas Nicolin und Peter Adrian komplettieren den Vorstand.

Schreibschmiede

„Der Förderverein ist in diesem Jahr im Vergleich zum Jahr 2009, in dem die Stadtbücherei ihr 100-jähriges Bestehen feierte, kürzer getreten. Das heißt allerdings nicht, dass wir auf der faulen Haut gelegen haben”, betonte Horst Schmidt zu Beginn der Versammlung. So unterstützte der Förderverein zum zweiten Mal die „Schreibschmiede”, bei der Autorin Melanie Urban in den Herbstferien Interessierte aller Altersstufen in das „schöpferische” Schreiben einführte, und war auch während des „Sommerleseclubs” aktiv. „Dieses Projekt ist in der gesamten Städteregion einzigartig”, machte der alte und neue Vorsitzende deutlich. Christine Rohe nannte auch Zahlen: „Mehr als 400 Kinder waren in den Sommerferien mit von der Partie. Dies ist nur möglich durch die Unterstützung unserer Lesepaten”, dankte sie Letztgenannten.

Leiden unter dem Leerstand

Fester Bestandteil des Terminkalenders des Fördervereins ist auch der Bücherflohmarkt, der schon seit einigen Jahren während des Herbststadtfestes stattfindet. Dieser Termin ist auch für 2011 vorgesehen. Darüber hinaus soll im kommenden Jahr die Schreibschmiede in die dritte Runde gehen und zur Weihnachtszeit eine Aufführung eines Puppentheaters stattfinden. Auch die Anschaffung von Klassiker-Ausgaben für Schüler ist vorgesehen. Michaele Schmülling-Kosel, stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei, plant ein Projekt für Menschen ab 50 Jahren.

Nach der Entlastung des alten und der Wahl des neuen Vorstandes, zog Christine Rohe ein Fazit des Jahres 2010: „Ein Jahr intensives Arbeiten liegt hinter uns. Vom literarischen Sofa für Erwachsene, zahlreichen Klassenführungen und der Teilnahme am bundesweiten Vorlesetag über die Fortbildung der Lesepaten und der frühkindlichen Leseförderung bis hin zum Projekt lesender Adventskalender reichte unser Angebot.”

Doch die nicht zufriedenstellende Situation in der nördlichen Innenstadt macht auch vor der Stadtbücherei nicht halt. „Auch wir leiden unter dem Leerstand des City-Centers”, erklärte Christine Rohe und belegte dies mit Zahlen. Vermeldete die Stadtbücherei in 2009 insgesamt 48.000 Besucher, wurden im laufenden Jahr 2010 bislang „erst” 43.000 Gäste registriert.
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