Eschweiler - Hastenrath setzt sich erstmals die Stadtmeister-Krone auf

Hastenrath setzt sich erstmals die Stadtmeister-Krone auf

Von: ran
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Premiere: Erstmals heißt der
Premiere: Erstmals heißt der Hallenfußball-Stadtmeister Preußen Hastenrath. Dem 2:1-Halbfinalerfolg über Germania Dürwiß ließ die Truppe von Daniel Grewe einen 3:2-Endspielsieg über Titelverteidiger Sportfreunde Hehlrath folgen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Eschweiler Fußball-Hallenstadtmeister heißt erstmals Preußen Hastenrath! In einem zunächst unspektakulären, dann aber dramatischen Endspiel besiegte der Finalist der Jahre 1999 und 2002 in der Halle des Berufskollegs Vorjahressieger Sportfreunde Hehlrath nach 0:2-Rückstand mit 3:2.

Acht Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Michael Intrau per Kopf den umjubelten Siegtreffer. Der traurige Schlusspunkt der ansonsten gelungenen und von Veranstalter Sparkasse und Ausrichter SV Nothberg bestens organisierten Titelkämpfe folgte dann aber auf dem Fuß: Ein Zuschauer warf eine Wasserflasche auf das Spielfeld, worauf Schiedsrichter Michael Riesener das Spiel abbrach.

In den Halbfinalspielen zuvor hatten die favorisierten Teams von Germania Dürwiß und Rhenania Eschweiler das Nachsehen. Die vor allem spielerisch enttäuschenden Germanen unterlagen Preußen Hastenrath mit 1:2, die Elf von der Pumpe zog gegen die Sportfreunde mit 3:5 nach Neunmeterschießen den Kürzeren.

Unverhofft kommt oft! „Eigentlich hatten wir nicht einmal damit gerechnet, uns für die Endrunde am Sonntag zu qualifizieren”, schüttelte Preußen-Trainer Daniel Grewe nach dem Triumph etwas ungläubig den Kopf. Und wirklich vielversprechend begannen die 22. Hallen-Stadtmeisterschaften für den B-Ligisten nicht. Im ersten Vorundenspiel setzte es eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Germania Dürwiß. Mit einem 3:1-Erfolg über die ESG sicherten sich die Preußen jedoch Platz zwei in ihrer Gruppe und zogen in die Endrunde ein. Dort trennte man sich zum Auftakt torlos von Fortuna Weisweiler und unterlag anschließend den Sportfreunden Hehlrath mit 1:3.

Ein Sieg gegen Rhenania Lohn war nun Pflicht, um in das Halbfinale einzuziehen. Gerhard Kersten eröffnete den Torreigen für die Schwarz-Weißen, die sich auch durch den Ausgleichstreffer von Christoph Roderburg nicht aus der Ruhe bringen ließen. Daniel Merken und erneut Gerhard Kersten sorgten für das vorentscheidende 3:1, Lohn kam durch Carsten Kratz nur noch zum Anschlusstreffer. Die Vorschlussrunde war erreicht. Dort wartete nun der große Favorit Germania Dürwiß, der sich aber schon in den Gruppenspielen nicht mit Ruhm bekleckert hatte. So gingen die Preußen unbekümmert ins Spiel und hatten gleich Erfolg. Michael Intrau ließ in der vierten Spielminute Germanen-Schlussmann Sebastian Plum mit einem Flachschuss ins kurze Eck keine Chance. Wer nun gedacht hatte, der Mittelrheinligist würde aufdrehen, sah sich ge- und enttäuscht. Zwar scheiterten die Germanen in den zweiten zehn Minuten zweimal am Pfosten, agierten ansonsten aber ideenlos. Erst in der vorletzten Spielminute nutzte Kai Vonderbank einen Freistoß zum Ausgleich.

Rückstand wettgemacht

Doch postwendend folgte die Hastenrather Antwort: Philipp Miseré traf mit einem trockenen Distanzschuss und brachte die Preußen somit zum dritten Mal in ein Finale der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Der Gegner: Titelverteidiger Sportfreunde Hehlrath, der sich zuvor von Rhenania Eschweiler 1:1-Unentschieden getrennt hatte, um im Neunmeterschießen die Nerven zu bewahren.

Nach einer ersten Halbzeit ohne Höhepunkte zogen die Sportfreunde zu Beginn des zweiten Abschnitts das Tempo an. Tore von Mike Engelhardt und Daniel Noske in der 13. und 15. Minute ließen Hehlrath wie den sicheren Sieger aussehen.

Doch es folgten die großen drei Minuten der Preußen: Christian Wollny mit Distanzschuss und Michael Intrau, der nach einem Freistoß aus kurzer Distanz einschoss, besorgten den Ausgleich. Dann schraubte sich Michael Intrau bei einer 4:2-Überzahl der Preußen in die Luft und köpfte zum 3:2 ein. Der Rest war Jubel! Und ein Flaschenwurf.
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