Hans Georgi will nur eines: Dein Geld

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Brachte auch mit der „Ode an sich selbst” den zahlreichen Gästen im Talbahnhof moderne Verkaufsstrategien näher: Kabarettist Hans Georgi alias Heinrich Top. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. „Verkaufen lässt sich alles!” Egal, ob es sich um den Sparstrumpf Modell „Durchzug” für Hartz IV-Empfänger oder andere Jahrhundertreformen handelt. Kabarettist Hans Georgi alias „Spitzenverkäufer” Heinrich Top machte am Freitagabend im Talbahnhof während seines Seminars schnell deutlich, dass diese Behauptung vollkommen der Wahrheit entspricht.

Und den zahlreichen Schnellkursteilnehmern vor der Bühne wurde umgehend bewusst, dass der Leitspruch des modernen Spitzenverkäufers heute nur lauten kann: „Ich will dein Geld!”

Doch zunächst machte „Einklatscher” Günter den Zuhörern klar, dass auch der Slogan „30 Prozent auf alles, was sie bei uns nicht kaufen” zum Erfolg führen kann. „Wir sind ja nicht blöd”, sind die Kunden schließlich überzeugt.

Dass das eigene Erscheinungsbild für den Vertreter von heute zu den essentiellen Erfolgsvoraussetzungen gehört, ist für Heinrich Top eine Selbstverständlichkeit. „Wie du kommst gegangen, so macht man dir die Tür nicht auf”, weiß er aus eigener Erfahrung. Und so ist ihm auch klar, warum die Verkaufschancen so mancher Großinstitution momentan nicht zum Besten stehen.

„Der Begriff Freistoß hat unter Fußballschiedsrichtern seit kurzem eine ganz neue Bedeutung”, bemerkt er in Richtung DFB. Und auch die Katholische Kirche habe Nachholbedarf. „Deren Verantwortliche sollten das Zölibat überdenken. Da lob ich mir die Protestanten. Die trinken einfach ein paar Gläschen und fahren dann nach Hause”, bewies der gebürtige Würselener Aktualität.

Natürlich gelte es bei Verkaufsgesprächen auch auf sprachliche Feinheiten zu achten: „So mancher Stromverbraucher greift schon mal aus Versehen in die Steckdose. Muss man angesichts dessen beim Kunden immer vom Endverbraucher sprechen?”, so die berechtigte Frage des Kabarettisten, der in den 90er Jahren als Sportsatiriker mit Beiträgen in der ARD und im ZDF zu sehen war.

Der allgemeinen Krise habe der Verkäufer durch das Herstellen positiver Stimmung in der Bevölkerung zu begegnen. Bei Politikern lasse die Umsetzung dieses Grundsatzes jedoch zu wünschen übrig. So verstehe sich Guido Westerwelle als die Freiheitsstatue Deutschlands. „Vielleicht hätte ihm jemand sagen sollen, dass das Original von innen hohl ist.”
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