Hannelore Kraft klopft an Eschweiler Haustüren

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Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Mit Rosen hat sie‘s nicht so. Hannelore Kraft trägt einen Korb mit eingetopften Kalanchoen im Arm, als sie sich auf den Weg macht, an ein paar Dutzend Türen in der Heinrich-Imig-Straße zu klingeln. Mit im Korb: eine Türe mit Hundekeksen. „Die Ministerpräsidentin ist eine große Hundeliebhaberin“, sagt ein Mitarbeiter.

Die Düsseldoerfer Regierungschefin hat selbst einen Golden Retriever. Und wenn so ein Vierbeiner unangeleint auf der anderen Seite der Türe wartet, ist es besser, man hat beim Klingeln ein paar Kekse dabei... Hannelore Kraft auf Wahlkampftour. Gemeinsam mit Bundestagskandidat Detlef Loosz zieht sie los, um an den Wohnungstüren mit den Menschen zu reden. Weitere Begleitung ist nicht erwünscht: Das schrecke manche Leute nur ab.

In der Heinrich-Imig-Straße, so berichtet Kraft später, wurde ihr keine Tür vor der Nase zugemacht. Stattdessen habe sie viele gute Gespräche geführt. Über Themen, die den Leuten auf den Nägeln brannten: Schule, Kinder, Betreuung, Rente, Pflegeversicherung, Arbeit, gesetzlicher Mindestlohn.. „Hier bekommt man die Meinung der Leute ungefiltert; das ist anders als an unseren Wahlkampfständen.“ Auch auf das TV-Duell zwischen Merkel und Steinbrück sein sie mehrfach angesprochen worden – nicht jedoch auf Steinbrücks „Stinkefinger“-Interview: „Die Leute können unterscheiden zwischen Satire und Realität.“ Ob das auch für die gilt, die nicht glauben wollten, dass da die Ministerpräsidentin persönlich an ihrer Wohnungsatür stand und Hannelore Kraft zunächst für eine Doppelgängerin ihrer selbst hielten?

Eschweilers Genossen gaben der Regierungschefin zum Abschied eine Flasche hochprozentiges Blaustein-Wasser“ mit auf den Weg. Kommentar Hannelore Kraft: „Wenn ich das alles trinke, was ich unterwegs kriege, bin ich wochenlang im Delirium.“ Foto: Rudolf Müller

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