„Hands-on-Tag“ auf dem Lohner Hof: Ohne die fleißigen Helfer geht es nicht

Von: zsa
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Hinter der Reithalle packten viele Helfer mit an, um Regenwasser-Sammeltonnen und das neue System zum Bewässern der Halle zu installieren. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler-Neu-Lohn. „Viele Hände, schnelles Ende“ ist ein Sprichwort, das man auf den „Hands-on-Tag“ des Lohner Hofs anwenden kann. Bei diesem jährlich stattfindenden Aufräumtag greifen freiwillige Helfer dem Verein unter die Arme und tragen dazu bei, dass notwendige Reparaturarbeiten fachmännisch und nur zu reinen Materialkosten erledigt werden können.

So packten am vergangenen Wochenende rund 45 Menschen mit an, um den Lohner Hof fit für den Herbst zu machen.

Ob Hecken schneiden, Zäune setzen oder einen Umkleideraum anstreichen – jedes Jahr fallen einige größere Instandsetzungs- und auch Reparaturmaßnahmen auf dem Lohner Hof an. Die über die Stadtgrenzen von Eschweiler hinaus bekannte Einrichtung bietet unter anderem therapeutisches Reiten, tiergestützte Therapie und berufliche Ausbildung für Menschen mit Behinderung an. Da der hinter dem Lohner Hof stehende gemeinnützige Verein Lohner Hof Reit- und Therapiezentrum jedoch nicht über große finanzielle Mittel verfügt, rief er vor 15 Jahren den „Hands-on-Tag“ ins Leben.

An diesem Tag, einmal im Jahr, treffen sich fleißige Helfer, um ehrenamtlich Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen auf dem Therapiehof durchzuführen. Und auch bei dieser Aktion wird Inklusion gelebt, denn auch hierbei arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam für die gute Sache. Dieses Jahr war die Hilfsbereitschaft erneut groß: So waren am Samstag neben Mitarbeitern, Therapeuten und Vorstand des Hofes auch der Rotary-Club Aachen Land, der Rotaract-Club Aachen, die Gartengruppe der Lebenshilfe, Eltern der Auszubildenden und weitere Ehrenamtler vertreten.

Neue Pferdebox

Bereits von weitem konnte man unter anderem das Brausen der Laubbläser, das Röhren der motorisierten Heckenscheren und das Klopfen eines großen Hammers hören. Dieses Jahr standen besonders das Schneiden der Hecken, das Setzen eines neuen Zauns, das Bauen einer neuen Pferdebox und das Legen neuer Leitungen zum Hallenbewässern und zum Heu-Bedampfen an. Bei der Bewässerung der Reithalle und des Heus für die Allergikerpferde setzt der Lohner Hof nun auf die Gewinnung von Regenwasser um Wasserkosten zu sparen.

„Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme, denn eine Durchführung dieser notwendigen Arbeiten von Fachfirmen wäre für uns finanziell nicht zu realisieren“, sagte Claudia Schönborn, Leiterin des Hofs. „Natürlich mussten die Materialen von uns angeschafft werden, alleine hier fielen mehrere tausend Euro an, aber die Handwerkerkosten könnten wir nicht zusätzlich tragen.“ Besonders im Bereich der Grünpflege brachte die Gartengruppe der Lebenshilfe zudem die nötigen Werkzeuge, Hilfsmittel und auch Fahrzeuge mit, um das Grundstück und die Weiden rund um den Hof zu pflegen und den Grünschnitt anschließend abzutransportieren.

„Oft gehen solche „Hands-on-Tage“ bei uns dann bis in den späten Samstagabend oder wir machen noch am Sonntag weiter. Einmal haben wir bis Montagsmorgens um ein Uhr noch die neue Bande in der Reithalle gestrichen“, erklärte Heinz Brosig, Vorsitzender des Vereins. „Ja, mit dem heutigen Tag ist noch nicht alles erledigt“, ergänzte Claudia Schönborn. So hilft unter anderem auch ihr Mann wann immer er kann ehrenamtlich mit und führt kleinere Reparaturarbeiten am Hof selbst aus.

Dachdecker gesucht

Für größere Sachen bedarf es aber eben mehr Helfer und vor allem auch Fachleute. Daher freue sich der Lohner Hof, wenn es in Eschweiler Handwerker oder auch Handwerksfirmen gebe, die den Therapiehof mit ehrenamtlichen Reparaturarbeiten unterstützen. „Natürlich sind wir immer dankbar für Geldspenden, beispielsweise für solche Materialanschaffungen wie für den heutigen Tag. Aber wir benötigen eben auch tatkräftige Unterstützung“, so Claudia Schönborn. Auch für diese Art der Hilfeleistung kann der Lohner Hof Spendenbescheinigungen ausstellen. „Aktuell bräuchten wir beispielsweise ganz dringend einen Dachdecker. Zudem hat sich das Pflaster im Hof an einer großen Stelle abgesenkt und muss erneuert werden“.

Trotz aller Anstrengung: Alle am „Hands-on-Tag“ beteiligten Helfer stellten ihre Zeit und Arbeitskraft gerne zur Verfügung. Denn das Reit- und Therapiezentrum möchte seinen Kunden, Mitarbeitern und Tieren immer die bestmöglichen Voraussetzungen bieten. „Nicht nur unsere Mitarbeiter und Therapeuten, sondern auch unsere Therapiepferde leisten Schwerstarbeit“, erklärte Claudia Schönborn. Und deshalb wird es ihn auch nächstes Jahr geben: den „Hands-on-Tag“ auf dem Lohner Hof.

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