Halde Nierchen: Repowering-Pläne kippen im Gegenwind der Bürger

Von: Patrick Nowicki
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So soll es bleiben: Die Windkraftanlagen auf der Halde Nierchen werden nicht gegen größere Räder ausgetauscht, wie ursprünglich geplant. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Viele Menschen in Weisweiler und in Langerwehe dürfte es freuen: Das Repowering auf der Halde Nierchen ist vom Tisch. Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Pläne nicht weiter zu verfolgen.

In ihrer Begründung wird sie deutlich: „Im Ergebnis hat sich der Investor weder auf eine Reduzierung der Anzahl der Windenergieanlagen noch auf eine Verringerung der Anlagenhöhe eingelassen und beabsichtigt, das Projekt in der bisher vorgelegten Ausprägung weiterzuführen.“

Unter diesen Umständen werde eine Fortsetzung des Verfahrens von den Verwaltungen aus Langerwehe und Eschweiler nicht als zielführend angesehen, heißt es in der Vorlage für den Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am kommenden Donnerstag. Die Zustimmung der Politiker ist sicher.

Schon bei der Bürgerversammlung im vergangenen Mai in der Festhalle Weisweiler blies den Investoren der Widerstand der Bürger ins Gesicht. In der Offenlegungsphase der Pläne wurde der Protest schließlich schriftlich dokumentiert.

Bis Ende Juli sind 240 Briefe von Bürgern im Eschweiler Ratshaus eingereicht worden. Darüber hinaus sammelten Betroffene Unterschriften: 308 Bürger signierten das Protestschreiben. „Insgesamt wehren sich damit fast 550 Bürger aus Eschweiler und Langerwehe, viele sprechen nicht nur für sich, sondern auch für ihre Familie gegen die beabsichtigte Planung“, schreibt die Eschweiler Stadtverwaltung.

Die Bürgerinitiative gegen das Repowering kommentierte die Nachricht gestern natürlich positiv. Man sei erfreut, dass die aus der Sicht der Bürger vorgetragenen Argumente und Anregungen gegen ein „Wahnsinnsprojekt“ wie das Repowering auf der Halde Nierchen mit etwa 250 Meter hohen Windkraftanlagen über Geländeniveau auch von Verwaltungen aufgegriffen und entsprechend bewertet worden seien.

Es habe sich gezeigt, dass Bürger nicht mehr bereit seien, jeden Blödsinn, der ihnen von wem auch immer unterbreitet werde, hinzunehmen, schreibt Rudi Frischmuth für die Bürgerinitiative.

Das Aus der Repowering-Pläne hat laut Eschweiler Stadtverwaltung keinerlei finanzielle Konsequenzen für die am Vorhaben beteiligten Kommunen: „Kosten für notwendige Gutachten, Planungen und Erschließungsmaßnahmen trug der Investor.“

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