Haftbefehl: Bekannte soll 78-Jährigen erstochen haben

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Im Fall des 78 Jahre alten Mannes, der am Morgen des 31. Dezember tot in seiner Wohnung gefunden wurde, hat die Polizei am Dienstag eine Tatverdächtige festgenommen.

Wie Staatsanwalt Jost Schützeberg, Sprecher der Behörde, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, sei der Haftbefehl am frühen Nachmittag erlassen worden – wegen Mordes aus Heimtücke und Raub mit Todesfolge.

Dringend tatverdächtig ist demnach eine 48-jährige Frau aus Eschweiler, die nach derzeitigem Erkenntnisstand eine Bekannte des Opfers ist.

Nach Angaben des Sprechers hat die beschuldigte Frau den 78-Jährigen am Silvestermorgen aufgesucht, um sich Geld von ihm zu leihen. Als der Mann sich geweigert habe, ihr Geld zu geben, habe sie mehrfach mit einem Messer auf ihn eingestochen. Danach habe sich die Frau mit Bargeld in Höhe von 2000 Euro vom Tatort entfernt. Der Mann verstarb noch am Tatort.

Beschuldigte streitet Tat ab

Dass der Mann erstochen worden war, hatte die Obduktion am vergangenen Donnerstag ergeben. Mit Hochdruck hatte die Mordkommission daraufhin die Ermittlungen vorangetrieben. Zu den Verletzungen, der Tatwaffe und der Auffindesituation der Leiche hatte die Aachener Staatsanwaltschaft zunächst keine detaillierten Angaben gemacht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Offenbar mit Erfolg.

Unter anderem war eine Hundertschaft der Polizei an besagtem Donnerstag vor Ort und suchte den Tatort intensiv nach Spuren ab. Zudem wurden am selben Tag mehrere Zeugen verhört. Die Spuren führten die Polizei schließlich zu der Frau aus Eschweiler. Die 48-jährige Beschuldigte bestreitet die Tat. Sie sitzt in Untersuchungshaft.

Der 78 Jahre alte Mann war am Silvestermorgen von seiner Frau tot in der Wohnung unweit des Eschweiler Talbahnhofs gefunden worden. Die Frau des Getöteten war kurz zum Einkaufen gefahren. Als sie zurückkam, lag der Mann in der Wohnung. Um kurz vor 11 Uhr waren Polizisten und Feuerwehrleute am Tatort eingetroffen. Für das Opfer kam jedoch jede Hilfe zu spät.

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