Eschweiler - Hämmern, Sägen und Lackieren

Hämmern, Sägen und Lackieren

Von: Michael Faschinger
Letzte Aktualisierung:
Kreativtag Bildunterzeile
Anna (14) arbeitet an ihrem Projekt: „Das wird ein Bilderrahmen, das sieht man doch” Foto: Michael Faschinger

Eschweiler. Jetzt bloß nicht mit der Säge abrutschen oder eine Kante in das Holz pfeilen. Dann wäre die ganze Mühe, die sich Anna gemacht hat, umsonst gewesen. An den Kreativtagen im Kinder- und Jugendzentrum St. Peter und Paul fliegen die Sägespähne.

Es wird geplant, gehämmert und lackiert. Unter der Aufsicht von Jugendzentrumsleiter Frank Berndt werkeln die Teilnehmer ganz konzentriert an ihren selbst entworfenen Skulpturen, Spiegeln und Bilderrahmen.

Was das werden soll? „Das wird ein Bilderrahmen, das sieht man doch”, sagt Anna und pfeilt weiter an ihrem Werk. „Kann ich da nicht noch ne Ablage drunterbauen?”, wendet sie sich an Frank Berndt. „Das musst du ausprobieren, ob das so einfach hält. Lass dir mal was einfallen und dann gucken wir nochmal”, antwortet er.

„Es geht uns bei unserem Sommerferienprogramm darum, auch ein attraktives Programm für Jugendliche zu schaffen und nicht, wie oftmals üblich, nur kleinere Kinder anzusprechen”, erzählt der Leiter, während die Mädchen an ihren Projekten arbeiten.

„Wir wollen kein zweiwöchiges Angebot machen, an dem die Teenies komplett teilnehmen müssen, sie sollen sich vielmehr ihre Tage aussuchen”, sagt Berndt und begrüßt noch ein paar Jugendliche, die in das Café des Jugendheims gehen.

Bei den meisten Angeboten sind mehr Mädchen unter den Teilnehmern, berichtet Frank Berndt. Im Herbst startet deshalb ein ein Fitness- und Sport-Programm. „Darauf haben uns viele Mädels angesprochen, die auch schon bei unseren Tanzprojekten mitmachen”.

Bei den jungen Künstlerinnen wird er derweil wieder etwas knifflig. Hannah möchte mit der Stichsäge ihre zuvor aufgezeichnete Figur aussägen. Nach einer kurzen Einweisung von Berndt atmet sie noch einmal tief durch. Jetzt kommt der entscheidende Moment. Sie setzt die Säge an und drückt auf den Knopf. Dann geht es auch schon los. Sie fährt mit der Säge an der Linie entlang, als ob sie nie etwas anderes gemacht hat. Geschafft. Unter der Aufsicht des Leiters überwindet Hannah auch diese Hürde auf dem Weg zur fertigen Skulptur.

„Jetzt muss ich nur noch die Ecken ein bisschen abschleifen. Dann kann ich auch schon mit dem Bemalen anfangen” sagt die 14-Jährige sichtlich erleichtert. Auch Jugendheimleiter Frank Berndt ist stolz auf seine Mädels: „Das Angebot sollen auch dazu dienen, die Kreativität der Jugendlichen zu fördern und noch ungeahnte handwerkliche Fähigkeiten zu entdecken”, sagt Frank Berndt zum Abschluss. Einige der fertigen Werke können später im Jugendheim an der Peter-Paul-Straße bewundert werden
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