Eschweiler - Gymnasiasten werden nicht zu Versuchskaninchen

Gymnasiasten werden nicht zu Versuchskaninchen

Von: ran
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Eschweiler. Die Stadt Eschweiler wird sich nicht am Schulversuch „Abitur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren” beteiligen. Diese einstimmige Empfehlung gaben die Mitglieder des Schulausschusses am Mittwoch dem Stadtrat, der den endgültigen Beschluss am 15. Dezember fällen wird.

Damit werden die Schüler des Städtischen Gymnasiums in Zukunft das Abitur nach einem G8-Bildungsgang ablegen. Auch an der Bischöflichen Liebfrauenschule bleibt es beim G8-Bildungsgang. An der Städtischen Gesamtschule wird weiterhin der G9-Bildungsgang angeboten.

„Dieser Schulversuch soll keine generelle Trendwende zurück zum G9-Bildungsgang sein. Nur bei starken Elternprotesten gegen G8 an einer Schule ist die Möglichkeit zur Rückkehr zu G9 vorgesehen”, erklärte Dietmar Schultheis von der SPD. „Aber die Gremien des Städtischen Gymnasiums haben sich gegen G9 ausgesprochen. Diese Entscheidung nehmen wir zur Kenntnis und unterstützen sie. Der Beschluss, nicht am Schulversuch teilzunehmen, erhält unsere Zustimmung, weil sich die Gremien der Schule dagegen entschieden haben”, unterstrich der Sozialdemokrat.

Dr. Friedhelm Mersch, Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, begründete die Entscheidung. „Laut einer Umfrage schließt sich kein Gymnasium des Regierungsbezirks diesem Schulversuch an. Parteiübergreifend haben sich alle Schulleiter dagegen ausgesprochen. Schon aus praktischen Gründen, denn eine Rückkehr ist organisatorisch gar nicht machbar”, so der Schulleiter.

„G8 knirscht noch, wurde aber auch erst vor fünf Jahren eingeführt und ist noch gar nicht endgültig zu Ende gedacht. Erst in einigen Jahren wird sich evaluieren lassen, ob G8 ein Erfolg ist oder nicht. Eine wahlweise Rückkehr zu G9 halte ich aber für kontraproduktiv, weil dann bis zu vier verschiedene Systeme nebeneinander herlaufen würden. Darüber hinaus stünde auch beim neuen G9 der oft diskutierte Nachmittagsunterricht nicht zur Diskussion”, erläuterte Dr. Friedhelm Mersch die Beweggründe.
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