Gut für den Kreise: Lokale Agenda löst sich langsam auf

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Zur „Einweihung“ Freitagmittag begrüßten Bürgermeister Rudi Bertram und der Geschäftsführer der Blausteinsee-GmbH, Hermann Gödde. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Er ist schon ein ganz besonderes Kunstwerk, der als „Fischkreisel“ auch überregional bekanntgewordene Verkehrskreisel oberhalb des Blausteinsees. 2008 von Schülern der Waldschule gemeinsam mit zwei Künstlerinnen im Rahmen der Euregionale als Projekt „Kunstfelder im Indeland“ entworfen und gefertigt, tanzten hier bald bunte Keramikfische auf hölzernen Wellen.

Ein schönes Bild – das aber nicht lange Bestand hatte. „Ich will nicht wissen, in welchen Gärten heute all die geklauten Fische stehen“, beklagte Bürgermeister Rudi Bertram Diebstahl und Vandalismus. Die Aldenhovener Künstlerin Angelika Keller hatte damals mit den Schülern gearbeitet. „Die Schülerarbeiten waren auf einen Ausstellungszeitraum von fünf Jahren ausgerichtet“, berichtet sie. „Leider waren immer wieder Vandalen darauf aus, bei der Einhaltung dieses Zeitplans überaus behilflich zu sein.“

Mit Angelika Kellers Hilfe hat der ramponierte Kreisel jetzt ein neues Gesicht. Ein vandalensicheres, dauerhaftes, so hofft man. Um die von einem Fisch gekrönte Mittelstelle gruppieren sich 32 Wassertropfen (aus Keramik und Beton) und drei korrespondierende Postamente mit Kugelelementen. Dass das Kunstensemble „ankommt“, unterstreicht das Beispiel eines Meisenpaares: Das hat sich das offene Maul des lächelnden Fisches zum Nestbau auserkoren.

Zur „Einweihung“ Freitagmittag begrüßten Bürgermeister Rudi Bertram und der Geschäftsführer der Blausteinsee-GmbH, Hermann Gödde, nicht nur Kommunalpolitiker und Vereinsvertreter aus Eschweiler und Aldenhoven, darunter Bürgermeister Ralf Claßen, sondern auch das Gründungsmitglied des Segelclubs Eschweiler See und Vorsitzenden des Vereins Lokale Agenda Eschweiler, Jürgen von Wolff. Der sieht seine Ziele (Nachhaltigkeit, energetisches Bauen, Nutzung alternativer Energien, neue Wohnformen, stärkere Bürgerbeteiligung) in Eschweiler weitgehend berücksichtigt und löst sich demnächst auf. Zuvor aber finanzierte er gemeinsam mit der Dürwisser Firma Esser Garten die Runderneuerung des Kreiselkunstwerks.

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