Eschweiler-Weisweiler - Guido Cantz nennt Bruni „Mäuschen“

Guido Cantz nennt Bruni „Mäuschen“

Von: vs
Letzte Aktualisierung:
9226258.jpg
Ein Augenschmaus: Blitzschnell verwandelten sich die Blue Dance Girls vom Engelchen zum Teufelchen und überzeugten mit ausgefallenen Tanzschritten und deutlicher Ausdauer. Foto: Vanessa Sack

Eschweiler-Weisweiler. In der Festhalle Weisweiler hatte das männliche Geschlecht am Donnerstagabend strengstes Hausverbot: Auf der Damensitzung der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler – eins der Highlights des Eschweiler Karnevals – feierten die jecken, bunt kostümierten Eschweiler Närrinnen die schönste Jahreszeit ohne ihre Männer und erlebten einen Abend bester Unterhaltung.

Einer der ersten Höhepunkte des Abends: die einzigartige Präsidentin der KG Lätitia Blaue Funken Artillerie Weisweiler, Bruni Pchalek, in ihrem berühmt-berüchtigten Mariacron-Kostüm, die es versteht, ihr Publikum immer wieder auf einzigartige, amüsante Weise zu unterhalten. Ihren Damen versprach sie zu Beginn der Sitzung einen tollen und abwechslungsreichen Abend in ihren Vereinsfarben mit „netten Jungens und Mädels“. Und das wurde es auch: Die Mischung aus eigenen Kräften und Berühmtheiten des Kölner Karnevals heizte die Stimmung in der Festhalle richtig an.

Erster Programmpunkt war der Auftritt des heimischen Funkenblocks, bei dem sogleich eine Premiere erfolgte: Beim ersten Auftritt für das Weisweiler Korps bot das neue Tanzpaar Melissa Ferreira da Silva und Patrick Rinkens eine tänzerische Darbietung auf höchstem Niveau und erhielt dafür langanhaltenden Beifall. Auch Tanzmariechen Stefanie Kemper überzeugte mit einem Tanz der Extraklasse und konnte das Publikum mit ihrem entzückenden Charme begeistern.

Prominente Unterstützung aus Kölle erhielten die Weisweiler in diesem Jahr von Guido Cantz. In seinem roten Anzug flirtete dieser fleißig mit dem weiblichen Publikum wie auch mit Präsidentin Bruni, die er ganz liebevoll „mein Asbachschnäuzchen“, „meine Brandweinbarbie“ und „mein Mariamäuschen“ nannte. Als er sich über die heutige Jugend auslies, „die Head-Down-Generation“, die in ihren Smart-Phone-Konversationen Abkürzungen wie „LOL“ („Laughing out loud“) und die Steigerung „ROFL“ („Rolling on floor laughing“) benutzt und im analogen Fotoalbum nicht mehr Seiten umblättert, sondern „weiterwischt“, reizte er die Lachmuskeln seines weiblichen Publikums. Für seinen tollen Auftritt durfte sich Guido Cantz sowohl ein Schlückchen Mariacron als auch ein Küsschen bei der Präsidentin abholen, was er sich gewiss nicht nehmen ließ.

Weiterhin präsentierten sich auf der Bühne die Eigengewächse Höppe Kroetsch und Blue Dance Girls. Während die Höppe Kroetsch ihr tänzerisches Können mit zahlreichen tollen und ausgefallenen Tanzfiguren unter Beweis stellten, begeisterten die Blue Dance Girls, die sich kurzerhand vom Engelchen zum Teufelchen verwandelten, mit ausgefallenen Tanzschritten – ein wahrer Augenschmaus. Dass kein Auge bei den Damen trocken blieb, dafür sorgten die Büttenredner Martin Schopps und „Hausmann“ Jürgen Beckers, der sich um Präsidentin Bruni keine Sorgen macht, denn „Asbach wird auch uralt“.

Schunkeln ist angesagt

Musikalisch brachten die Kölner Mundart-Bands De Räuber und die Paveier Stimmung in den Saal. Bei räuberischen Liedern wie „Am Eigelstein es Musik“, „Dat es Heimat“ und „Meine Kleine“ bewiesen die – nicht mehr auf ihren Sitzen zu haltenden, auf den Stühlen stehenden – Damen Textsicherheit, indem sie lauthals mitsangen. Auch die Paveier hatten nur ein Ziel: die weiblichen Herzen zum Schmelzen bringen. Mit bekannten Hits wie „Mir singe e Lääve lang“, „Schön ist das Leben“, „Wenn du willst“ und „Mädche nemm mich en d‘r Ärm“ brachten sie die Festhalle zum Kochen, bis auch die letzte Dame nicht mehr zu halten war, auf ihren Stuhl stieg und ausgiebig mitsang. Die etwas ruhigeren Töne von „Heimat es“ luden zum Schunkeln ein und so kam es schließlich, dass die Damen die Jungs aus Köln gar nicht mehr gehen lassen wollten.

Ein weiterer Programmpunkt in diesem Jahr war das Männerballett der Narrenzunft, das in Piratinnenkostümen tanzte und so für viel Jubel im Saal sorgte. Mit kölsche Liedern wie „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“ aber auch mit aktuellen Songs wie „Ein Hoch auf uns“ sorgte zu guter Letzt der Trompetensound Die Weisweiler für musikalische Stimmung. Bis in die späten Stunden hinein wurde in der Festhallte ausgelassen geschunkelt, gelacht, getanzt und mitgesungen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert