Großübung der Jugendfeuerwehren: Um den Nachwuchs ist es gut bestellt

Von: tim
Letzte Aktualisierung:
12324887.jpg
Sichtlich stolz auf die vorangegangene Übung: die jungen Feuerwehrleute vor einem der Einsatzfahrzeuge. Foto: Timo Müller
12324890.jpg
„Wasser marsch!“ hieß es am Freitag bei der Übung im Werk 6 des Caritas Behindertenwerks in Weisweiler. Foto: Timo Müller

Eschweiler-Weisweiler. Ein lauter Knall ertönt um die Mittagszeit herum im Werk 6 der Caritas an der Max-Planck-Straße in Weisweiler. Schnell ist Rauchentwicklung erkennbar. Der eintreffenden Feuerwehr bietet sich ein zerstörerisches Bild.

Eine Produktionshalle und der Verwaltungstrakt stehen in Flammen. Zwischen den Paletten im Holzlager beginnen die Helfer sofort mit der Suche nach Verletzten, C-Rohre werden ausgerollt. Diese dramatische Situation beschreibt zum Glück nur das Szenario einer Großübung, die die Jugendfeuerwehren der Löschzüge aus Bohl, Dürwiß, Neu-Lohn, Röhe-Kinzweiler, Stadtmitte und Weisweiler am Freitagnachmittag abhielten.

Dabei waren die Aufgaben der einzelnen Züge klar verteilt. Die Feuerwehrleute aus Dürwiß und Weisweiler kümmerten sich um die Rettung und Versorgung der Verletzten im Bereich um das Holzlager herum, während sich die Jugendfeuerwehr um Bohl die Wasserversorgung für die Löschtrupps aus Kinzweiler-Röhe, Lohn und Stadtmitte kümmert. Schnell sind die jungen Feuerwehrleute am Hydranten.

Falsche Beschriftung

Doch anstatt des erwarteten Wasseranschlusses findet sich an dieser Stelle außerhalb des Werksgeländes der Caritas nur ein Gasanschluss. Das vermittelt jedenfalls die Aufschrift auf der gusseisernen Straßenkappe. Auch in der näheren Umgebung findet sich kein weiterer Hydrant. Der gefährliche Irrtum ist jedoch schnell aufgeklärt.

Bei dem vermeintlichen Gasanschluss handelt es sich tatsächlich um den gesuchten Hydranten. Für die Abdeckung des Anschlusses wurde jedoch eine falsche Straßenkappe eingesetzt. Dies hätte im Ernstfall zu gefährlichen Verzögerungen in der Wasserversorgung führen können. Die verantwortliche Stelle wird nun von der Feuerwehr über die falsche Beschriftung informiert.

Nach diesen anfänglichen Problemen geht dann alles ganz schnell. Die 75 Jugendlichen, die im Einsatz sind, rollen neun C-Rohre aus. Während die aktive Feuerwehr hier mit acht Bar das Wasser durch die Schläuche jagt, ist der Druck bei der Jugendfeuerwehr auf fünf Bar begrenzt, da die jungen Leute die Schläuche teilweise sonst nicht halten könnten.

Rund 100 Liter Wasser schießen pro Minute aus den neun Strahlrohren. Die Rettungstrupps finden die ersten Verletzten zwischen Paletten und Kisten. Nach 13 Minuten sind 13 Verletzte, die von jungen Feuerwehrleuten aus Neu-Lohn gespielt wurden, an die vorher festgelegte Sammelstelle gebracht worden.

Nach einer dreiviertel Stunde ist alles vorbei. Die Schläuche werden eingerollt, die Geräte ordnungsgemäß zurück in die Einsatzfahrzeuge gepackt, und die Jugendlichen versammeln sich zur Nachbesprechung. „Mit Wohlwollen habe ich festgestellt, dass wir uns keine Sorgen über den Nachwuchs der Eschweiler Feuerwehr machen müssen. Die Jugendfeuerwehr braucht sich vor den Aktiven nicht zu verstecken“, lobte Stadtbrandinspektor Axel Johnen die Mannschaften der Löschzüge und dankte für ihren Einsatz.

Voll des Lobes

Auch Marie-Luise Gölnder, Leiterin der Jugendfeuerwehr, sowie ihr Stellvertreter Theo Krieger, waren voll des Lobs über die gelungene Übung und dankten den Einsatzkräften. Krieger sprach dazu seinen Dank an die Caritas aus: „Es ist nicht selbstverständlich ein solches Gelände zur Verfügung gestellt zu bekommen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert