Großer Basar in der Liebfrauenschule bietet immer mehr Kreatives

Von: kaba
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Diese Mützen sind „in“ und absolut selbstgemacht. Bei den Schülern kommen die bunten „Boshis“ gut an. Foto: Katja Bach
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Unter den hunderten von Büchern ließ sich sicherlich der ein oder andere persönliche Schatz finden. Der Büchermarkt ist fester Bestandteil des Weihnachtsbasars. Foto: Katja Bach
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Am Stand des „Eine Welt Laden“ fand sich viel Leckeres fair gehandelt. Sogar Schokoladenweihnachtsmänner gab es dort zu kaufen. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Überall reges Treiben, Stimmengewirr und ein überfüllter Parkplatz einschließlich kleinerem Verkehrschaos sind eindeutige Anzeichen für den alljährlichen Weihnachtsbasar der Liebfrauenschule. Zudem bunte Plakate, die die Besucher in verschiedene Klassenräume locken und allerorts strahlende Gesichter.

Der Weihnachtsbasar ist das Highlight für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und ihre Lehrer, aber vor allem die Gäste sind jedes Mal von neuem begeistert. Neben den üblichen Leckereinen wie Keksen und Kuchen sind vor allem handgemachte Basteleien sehr beliebt. Auch in diesem Jahr standen diese wieder hoch im Kurs. „Es sind wieder mehr Klassen dabei, die Gebasteltes anbieten“, weiß Kunstlehrerin Petra Schmitz.

In den vergangenen Jahren hatten immer mehr Klassen Salatbars, Burger, Crepè, Waffeln und andere kulinarische Besonderheiten angeboten, „doch langsam stehen die kleinen Geschenke und Dekoartikel wieder im Vordergrund“, berichtet die Lehrerin. Das freut vor allem diejenigen, die vor Weihnachten noch eben ein Geschenk oder gar einen Adventskranz brauchten.

Adventskränze und mehr

Gleich drei Klassen hatten in liebevoller Handarbeit Kränze mit Kerzen bestückt und verziert. Aber unter anderem waren auch Holzengel, Vogelfutterstationen, Weihnachtsbaumkugeln und Tee-Adventskalender unter den kreativen Ideen. Sogar die zurzeit angesagten Boshi Mützen waren in einer Klasse zu finden. In der 8d boten die Schülerinne und Schüler sogar üppig verzierte Lebkuchenhäuser an. „Das ist ein Rezept von meiner Oma“, verriet Jona Schebesta und versicherte, dass der Teig hervorragend schmecke.

Es war ein reges, buntes Treiben, das auch Schulleiter Bert Schopen sehr genoss: „Es ist hervorragend! Es herrscht eine tolle Stimmung und es sind viele Ehemalige gekommen.“ Die Ehemaligen nutzen die Gelegenheit beim Weihnachtsbasar immer wieder, um ihre alten Lehrer noch einmal zu besuchen oder aber am Glühweinstand alte Schulkameraden wieder zu treffen und sich auszutauschen.

Vor allem deshalb ist der Glühweinstand ein beliebter Treffpunkt und auch in diesem Jahr war er gut besucht. Ebenso der traditionelle Büchermarkt, den seit Jahren Rudolf Nobis organisiert und auch nach seiner Pension kommt der ehemalige Englischlehrer noch gerne zum Weihnachtsbasar und hilft beim Verkauf. Kistenweise Bücher, CDs und Schallplatten fand man dort und der ein oder andere hat vielleicht einen ganz persönlichen Schatz unter den alten Werken gefunden.

Eine ganz neue Idee hatten die Schüler der 7c. Neben einer Cafeteria boten sie in einem anderen Raum einen kostenlosen Hörtest an. So konnte jeder Weihnachtsmarktbesucher ganz nebenbei testen, ob er noch alles hörte. „Die Leute bekommen Kopfhörer auf und müssen dann sagen, aus welcher Richtung das Geräusch kommt“, erklärte Leon Weber. „Dann haben wir eine Tabelle auf der wir ablesen können, wie gut derjenige hört“, berichtet Jannis Brandt weiter. Tim Wroblwofsky hatte seine Klasse und Klassenlehrer Christopher Hall auf die Idee gebracht, weil seine Mutter in einem Geschäft für Hörgeräte arbeitet und den Hörtest von dort ausleihen konnte.

Ruheraum im Weihnachtstrubel

Mit dem Wissen, ob das Gehör noch einwandfrei funktionierte ging es dann weiter auf die Tour durch die zahlreichen, geschmückten Klassen und wer eine Auszeit vom Weihnachtstrubel brauchte, konnte sich diese im erstmals eingerichteten Ruheraum genehmigen. Die Idee dazu hatte Thomas Wurm, der seit einigen Jahren für die Organisation des Weihnachtsbasars zuständig ist.

„Die Einrichtung des Ruheraums halte ich für sehr sinnvoll. Nicht nur für die Besucher, die eine kleine Pause brauchen, auch für die Schüler, die den ganzen Tag hier sind und helfen“, findet der Lehrer. Und damit scheint er Recht zu haben, denn der mit Sitzkissen ausgestattete, absolut stille Raum wurde von Zeit zu Zeit gerne in Anspruch genommen. Dennoch spielte sich das Meiste Treiben natürlich in den Gängen ab, wo es viel zu sehen und zu kaufen gab.

Der Erlös, den die Klassen erzielen, geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an vier Projekte, wie Schülersprecherin Pia Essers und Schülersprecher Tobias Schmitz verraten. So geht ein Teil an „Schule in Afrika“, bzw. die weißen Väter, die bereits vor einigen Jahren Spenden von der Liebfrauenschule erhielten. „Außerdem unterstützten wir regional die Eschweiler Tafel und die Aktion Lichtblicke, die sich um krebskranke Kinder bemüht.

Viva con Aqua

Schließlich erhält auch der Verein „Viva con aqua“ einen Anteil der Einnahmen. Vertreter des Vereins hatten am vergangenen Samstag auch einen Infostand in der Schule aufgebaut und erklärten ihre Arbeit. „Viva con aqua arbeitet gemeinsam mit der Welt Hunger Hilfe an Trinkwasser und Sanitärprojekten in Entwicklungsländern“, berichtete Jan Niklas Schmitz.

So vor allem in Afrika, aber auch zum Beispiel in Indien wurde bereits viel erreicht. Seit einem Jahr gibt es den Verein auch in Aachen. „Unsere Hauptaufgabe hier ist es, für das Thema zu sensibilisieren, aufmerksam zu machen und zum Beispiel Unterricht in Schulen zu geben“, erklärte Schmitz. Die Mitglieder von Viva con aqua seien in Aachen Hauptsächlich Schüler und Studenten, weshalb die Kontakte zu den Schulen auch recht einfach gepflegt werden können, informiert auch Shayli Khozaini.

Ebenso wie dieser Verein nutzte auch die Jugendfeuerwehr Eschweiler die Chance auf dem Weihnachtsbasar der Liebfrauenschule auf sich aufmerksam zu machen. Niklas Depecker (14 Jahre) und Leon Frank (11) erklärten in Einsatzkleidung, was es braucht, um bei der Feuerwehr dabei zu sein und anderen Menschen zu helfen. Doch nicht nur die Vereine gaben Informationen und unterstrichen noch einmal den sozialen Aspekt des Basars.

Der „Eine-Welt-Laden“, hatte für die weihnachtliche Veranstaltung reichlich eingekauft und überzeugte sogar mit Tassen und Fair Trade Schokoladenweihnachtsmännern. Alles in Allem überzeugte der traditionelle Weihnachtsbasar der Liebfrauenschule wieder einmal mit einem guten Konzept und sozialem Engagement. Sowohl Lehrer als auch Schüler gaben ihr Bestes, um den Besuchern einen schönen Nachmittag und am Glühweinstand auch Abend zu bieten, mit dem Wissen, dass der Erlös hilfebedürftigen Menschen zu Gute kommt.

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