Großer Andrang beim Bunten Nachmittag der RWE-Pensionäre

Von: ch
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Für viele RWE-Pensionäre aus dem Kraftwerk Weisweiler ein Höhepunkt: der Bunte Nachmittag in der Festhalle, zu dem sich auch in diesem Jahr wieder Scharen von Rentnern und ihre Angehörigen trafen. Foto: Christoph Hahn
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Legte als Steiger einen bühnenreifen Auftritt hin: Helmut Winterlich, Vorsitzender der RWE-Pensionäre des Kraftwerks Weisweiler. Foto: Ch. Hahn

Eschweiler-Weisweiler. Sie sind eine verschworene Gemeinschaft. Und wenn wieder ihr Bunter Nachmittag ansteht, dann scharen sich vor der Festhalle in Weisweiler Menschenmengen, als sei dort ein Weltstar zu Gast. Dabei sind die Gäste die Pensionäre der RWE aus dem Kraftwerk Weisweiler und der Star ganz sicher auch der Vorsitzende ihrer Vereinigung, Helmut Winterlich.

Der legte nämlich, lange vor Beginn des Programmblocks, mit Unterhaltungskünstlern wie Sängerin Sara Bennett und der Tanzgruppe Höppe Kröetsch einen absolut bühnenreifen Auftritt hin. Das Steigerlied auf den Lippen und von den Mitgliedern des „Siggi-Prokein-Trio“ musikalisch unterstützt, enterte er – in die Bergmannskluft seines einstigen Arbeitgebers gehüllt und mit Grubenlampe in der Hand – die Halle und bahnte sich, sehr zur Freude seiner Gäste, den Weg nach vorne.

Denn mögen auch die Kohle und ihre Verstromung für die Anwesenden von ihrer Berufsbiographie her Dinge der Vergangenheit sein – alles, was damit zu tun hat, bleibt für die RWE-Pensionäre so frisch und aktuell wie an ihrem ersten Arbeitstag.

Das merkt der Beobachter auch, nicht nur bei den Reden der Gäste aus dem Management des Kraftwerks. Mögen das die politischen Kräfte am Schalthebel der Macht und viele Bundesbürger inzwischen anders sehen: Die Braunkohle hat für die Teilnehmer des Bunten Nachmittags noch lange nicht ausgedient, alles andere als das.

Und so werden in den Gesprächen am Tisch nicht nur alte Anekdoten wieder aufgefrischt. Hin und her werden sie gewogen, die Vorteile der Braunkohle, die den rund 450 Menschen im Saal und auf der Galerie einst Lohn und Brot gegeben hat.

So und so viel „Mann“ damals und so und so viel heute auf einem Abraumbagger, die ausgefeilte Entwässerungstechnik im Vorfeld des Tagebaus – ein Pensionär aus Hücheln will sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter Begeisterung. Wie er, so haben auch die anderen Menschen im Saal teilweise bis vor nicht allzu langer Zeit für ihr Kraftwerk und den dort verbrannten Rohstoff gelebt. Das lässt sie auch nach dem Eintritt in den Ruhestand nicht kalt.

Und darum sind hier auch eher berufsfolkloristische Einlagen wie die von „Steiger“ Helmut Winterlich ganz genau am richtigen Platz...

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