Große Überraschung: Rhenania Lohn steht im Halbfinale

Von: ran
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In dieser Szene aus dem Spiel gegen den GFC Düren 99 geht der Lohner Rhenane Pascal Cremer (Nr. 27) noch in Deckung. In der Partie gegen den BC Kohlscheid erzielte er den Führungstreffer und ebnete damit dem Gastgeber den Weg in das Halbfinale. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Neu-Lohn. Das Wort Sensation wird heutzutage geradezu inflationär benutzt. Doch wenn ein B-Ligist den Kampf mit gleich zwei drei Klassen höher agierenden Landesligisten nicht nur aufnimmt, sondern erfolgreich besteht, dann sollte zumindest die Bezeichnung „(sehr) große Überraschung“ erlaubt sein.

Zum Auftakt der Zwischenrunde des 21. Blausteinsee-Cups von Rhenania Lohn trotzten die Gastgeber am Dienstagabend im strömenden Regen zunächst dem Vorjahresfinalisten GFC Düren 99 ein verdientes torloses Unentschieden ab, um in der anschließenden Partie gegen den Kohlscheider BC noch einen draufzusetzen und die Elf von Trainer Thomas Virnich mit 2:1 zu besiegen.

Das im Vorfeld als Gruppenendspiel erwartete Duell der beiden Landesligisten entschied der GFC Düren 99 mit 1:0 für sich. Somit bestreitet Rhenania Lohn am Samstagnachmittag das erste Halbfinale gegen den Sieger der Zwischenrundengruppe C, der heute Abend ermittelt wird. Der GFC Düren 99 muss als Zweiter der Zwischenrundengruppe A in die Warteschleife, verfügt aber mit vier Punkten über eine zumindest passable Ausgangsposition, um als bester Zweiter ebenfalls in die Runde der letzten Vier einzuziehen.

Stark verändertes Team

Mit einer im Vergleich zur Vorsaison stark veränderten Mannschaft geht Rhenania Lohn ambitioniert in die B-Liga Saison des Fußballkreises Düren. Die Aufgaben, die am Dienstagabend auf die diesmal von Zbigniew Dawidowski und Heinz Reiche betreute Mannschaft warteten, schienen vor dem Anpfiff der ersten Zwischenrundenpartie des Blausteinsee-Cups aber nahezu unüberwindlich. Doch weit gefehlt!

Aus einer absolut kompakt stehenden Defensive agierte Rhenania Lohn bereits gegen den GFC Düren 99 auf Augenhöhe. Patrick Vongehr kam im Anschluss an die erste Ecke zum Kopfball, verfehlte das Tor jedoch genauso wie im weiteren Verlauf der Begegnung Pascal Cremer, der seinen Schuss zu hoch ansetzte. Die größte Chance für die Rhenania hatte Joel Krahe auf dem Fuß, als er vor GFC-Schlussmann Thomas Moers auftauchte, diesen beinahe umkurvt hätte, jedoch knapp scheiterte.

Im Lohner Strafraum herrschte nur einmal Alarmstufe Rot: GFC‘ler Alexander Hürtgen setzte sich auf dem rechten Flügel durch und fand mit einer flachen Hereingabe Julian Nießen, der den Pfosten des von Manfred Wangnick sicher gehüteten Rhenania-Kastens traf. Bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Friedhelm Schenkenberg blieb es beim 0:0. Das erste Ausrufezeichen war gesetzt!

Disziplinierte Defensive

Wer nun vermutet hatte, der Lohner Rhenania würde im zweiten Spiel gegen den Kohlscheider BC die Kraft ausgehen, wurde eines Besseren belehrt. Genau wie gegen Düren beeindruckten die B-Liga-Spieler mit disziplinierter Defensive. Doch sobald sich die Gelegenheit ergab, wurde umgeschaltet. So in der 17. Minute, in der Thorsten Malik mit einem mustergültigen Pass in die Tiefe Pascal Cremer bediente, der den KBC-Schlussmann Sven Jansen überlegt ausspielte und zur umjubelten Lohner Führung einschoss. Zehn Minuten später sollte es noch besser kommen: Manuel Hoppenz erhöhte zum 2:0 und stieß die Tür zum Halbfinale für die Gastgeber weit auf.

Der Landesligist, der keinesfalls mit einer Ersatzmannschaft im Stadion am Blausteinsee antrat, erhöhte ein wenig verzweifelt das Tempo und schaltete auch in Sachen Körpereinsatz einen Gang höher. Vier Minuten vor Schluss konnte Rhenania-Torhüter Manfred Wangnick zunächst einen Schuss von Kelly Ajuya parieren, aus einer unübersichtlichen Situation heraus fand der Nachschuss eines Kohlscheiders allerdings den Weg ins Tor. Es wurde also noch einmal knapp.

Doch auch in der Schlussphase gelang es den Rhenanen nicht nur, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten, sondern auch gefährlich zu bleiben. In der Nachspielzeit traf Joel Krahe mit einem Weitschuss sogar noch einmal die Latte des KBC-Tores. Dann war es geschafft und die zweite Überraschung perfekt: Mit vier Punkten und 2:1 Toren schloss die Rhenania die Zwischenrunde ab und schielte somit in Richtung Halbfinale.

Warteschleife? Nein!

Alles kam nun auf den Ausgang des Duells der beiden Landesligisten an: Als Düren in der 18. Minute mit 1:0 in Führung ging, wurde es in Sachen Gruppensieg und direkter Halbfinaleinzug für das Team von Trainer Frank Löhr richtig eng.

Ein zweiter GFC-Treffer hätte das Zurückfallen auf Gruppenplatz zwei und den Eintritt in die Warteschleife bedeutet, schließlich qualifiziert sich auch beziehungsweise nur der beste Zweite der drei Zwischenrundengruppen für die Vorschlussrunde. Doch dieser Kelch ging an den Rhenanen vorüber. Düren bezwang Kohlscheid lediglich mit 1:0. Rhenania Lohn steht im Halbfinale.

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