Große Solidarität der Eltern freut die streikenden Erzieherinnen

Von: Sonja Essers
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In der BKJ-Einrichtung „Purzelbaum“ blieben am Freitag die Türen verschlossen. Grund dafür war der Streik der Erzieherinnen. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Auch in den Kindertageseinrichtungen der Indestadt wurde am Freitag wieder auf breiter Front gestreikt. 64 Mitarbeiterinnen der BKJ-Einrichtungen sowie Fachberaterin Edith Platau gingen auf die Straße. Und wie sah es in den Kindertageseinrichtungen aus? „Es ist sehr ruhig geblieben“, berichtete BKJ-Vorstand Vera Joußen Freitagmorgen.

Während sieben Einrichtungen komplett geschlossen blieben, wurden in der Kindertageseinrichtung „St. Elisabeth“ an der Silvesterstraße sowie im „Integrativen Familienzentrum Jahnstraße“ so genannte Notgruppen eingerichtet. Eltern, die ihre Kinder nicht zu Hause betreuen konnten, hatten die Möglichkeit sie dorthin zu bringen. „Im Sinne der Eltern versuchen wir natürlich schon Betreuungsmöglichkeiten anzubieten“, sagte Joußen. Jedoch sei keine Einrichtung dazu verpflichtet Notgruppen einzurichten. Doch nicht alle Mitarbeiterinnen nahmen am Streik teil. Rund 20 Erzieherinnen blieben in der Indestadt und kümmerten sich um die Kinder.

„Seichte Variante“

Besonders erfreut war Joußen darüber, wie groß die Solidarität der Eltern war. Bereits am Montag hatten viele Eltern sehr verständnisvoll auf den Streik der Mitarbeiter reagiert. Am Freitag dann eine weitere Überraschung: In den beiden Notgruppen an der Jahnstraße spielten nur acht Kinder, in die Notgruppe an der Silvesterstraße wurde sogar nur ein Kind gebracht.

In die Einrichtung „St. Antonius Bergrath“ am Hastenrather Weg, die normalerweise vier Gruppen umfasst, waren sogar nur 24 Kinder gekommen. Und das, obwohl der Betrieb in dieser Einrichtung kaum eingeschränkt worden war. Nur die „Mini-Gruppe“ für Ein- bis Dreijährige blieb am Freitag geschlossen. „Das zeigt, dass es eine große Solidarität der Eltern mit den Erzieherinnen gibt“, sagte Joußen und fügte hinzu: „Auch dort, wo die Eltern die Möglichkeit gehabt hätten, ihre Kinder in den Kindergarten zu bringen, haben sie verzichtet. Das ist für unsere Mitarbeiter natürlich eine enorme Wertschätzung. Da muss man sich wirklich bei den Kolleginnen und den Eltern bedanken.“

Joußen machte jedoch auch deutlich, dass diese Art des Warnstreiks bisher nur eine „seichte Variante“ sei. „Wenn der Streik einmal mehrere Tage andauern wird, dann bekommen die Eltern richtige Probleme. Jetzt ist das noch nicht so dramatisch“, so der BKJ-Vorstand.

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