Große Sitzung der KG Löstige Eschweiler Afrikaner

Von: Andreas Röchter
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Musikalische Unterstützung von jungen und vor allem löstigen Afrikanern erhielten Prinz Christian III. und Zeremonienmeister Frank. Auch Nachbarn haben vorbeigeschaut: Die Tänzer der Kindershowtanzgruppe der KG Ulk Kelmis. Foto: Andreas Röchter

Eischwiele. „Echte Fründe ston zesamme!“ Und wenn ein Präsident einer indestädtischen Karnevalsgesellschaft aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig ausfällt, dann springt eben ein Amtskollege ein. So geschehen am Samstagabend, als während der „Großen Sitzung“ der KG Löstige Eschweiler Afrikaner im gut besuchten Burghof nicht „Afrikaner-Präsident“ Dieter Heinen, sondern mit Heinz-Michael Raby der Präsident der KG Ulk Oberröthgen durch ein begeisternd „jeckes“ Programm führte.

Als „Mitteleuropäer“ verkleidet, marschierten zunächst die Löstigen Afrikaner auf die Bühne, bliesen beherzt in die „Trööt“ und schlugen mit voller Kraft die „decke Tromm“. Ganz nach dem Motto: „Komm loss mer fiere, niet lamentiere“ ging es auf musikalische Weltreise.

Sprünge in Zeit und Raum

Zunächst präsentierten die Afrikaner mit „Waka Waka“ ihren Heimatkontinent, machten dann zu den Klängen von „Op d´r Maat ston die Buure“ einen Abstecher nach „Kölle“, um kurz darauf einen Wunsch zu äußern: „Sie will ja nach Sevilla“. Natürlich mit von der Partie Kindertanzmariechen Jolina Böhmer, die nach einer Fußoperation allerdings keinen Tanz präsentieren konnte.

Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben! Einen wahrlich bunten Augenschmaus lieferte die Kindershowtanzgruppe der „Königlichen Karnevalsgesellschaft Ulk Kelmis“, die Ausschnitte aus dem Musical „Ich geb Gas, ich will Spaß“ zum Besten gab, „mit dem Maserati 210 km/h vorlegte“, den „Sternenhimmel“ sah, „99 Luftballons“ steigen ließ und „schöne Grüße an den Rest der Welt“ bestellte, das vollkommen begeisterte Publikum also Mitten in die „Neue Deutsche Welle“ der 80er Jahre entführte. Eine Zugabe und die erste Rakete des Abends waren der verdiente Lohn für die jungen Jecken aus Belgien.

„De Kohlebuur“ machte anschließend deutlich, dass Geld zwar nicht stinkt, ohne Geld aber doch die Gefahr bestehe, dass es zu müffeln beginne. Gleich fünf (!) hochklassige Tänze erwarteten die Jecken im Saal, die es nicht mehr auf ihren Sitzen hielt, beim Besuch der Gastgesellschaft KG Löwengarde Eschweiler. Präsident Norbert Bartz präsentierte das mit spektakulären Hebefiguren aufwartende Tanzpaar Katrin Schmidt/Julian Wahnen, Tanzmariechen Sophia Mießen, die Nachwuchsmarie Julia Böhmer sowie die Gemischte Garde, die gleich zwei Mal auf beeindruckende Art und Weise ihr Können zeigte. Die zweite Rakete des Abends war fällig.

Musikalisch die Post abgehen ließen wenig später die Nothberger Fanfarentrompeter unter der Leitung von Stephan Breuer. Sie traten mit „Heaven is a place on earth“ nicht nur den Beweis an, dass der afrikanische Kontinent einen „himmlischen“ Platz darstellt, sondern stachen auch als „Piraten“ in See.

Klassiker zu Karneval

Dann stand das „Traumpaar“ der Eischwiele Fastelovend samt Hofstaat vor der Tür. „Wir haben den weiten Weg von Röhe nach Afrika zurückgelegt, um euch Freude zu bereiten“, machte Zeremonienmeister Frank deutlich, bevor Prinz Christian III. unterstützt von zahlreichen Mitsingern anstimmte „Schtols, us Eischwiele ze sin“ und „Manni, den Esel“ von der Leine ließ. Die „singenden Frösche“ der Stimmungsband „De Kröetsch“ ließen Mallorca im Vergleich zum Zillertal alt aussehen, schwärmten „Wenn am Himmel de Stääne danze“ und versprachen „Dat jeht vorbei“. Redegewandt führte kurz darauf Dieter Klöckner als Präsident der KG Fidele Trammebülle durch das kurzweilige Programm seiner Gesellschaft.

Tanzmariechen Michaela Huppertz, das „Schaffnerpaar“ Anna Medic und Kenneth Sommer sowie die Garde wirbelten temperamentvoll über die Bühne. Da wollten natürlich die Musiker des Spielmannszuges „Die Stoppelhusaren“ nicht nachstehen: Sie rechneten vor „Dreimol Null is Null is Null“, huldigten dem „Treuen Husaren“ und unterstrichen die Vorzüge der „kölsche Mädche, kölsche Jonge“. Die Mundartband „Stabelsjeck“ machte vehement „ihr Ding“, bot an „Wenn du willst“ länger zu bleiben und verriet „Malle ist nur einmal im Jahr“. Nach den „singenden Amphibien“ eroberten dann mit den „Höppe Kröetsch“ auch die hüpfenden Frösche den Saal im Sturm.

Die „staatse Kerels“ der „Eschweiler Luftflotte“ aus „Wisswille“ wirbelten ihre hübschen Damen vehement durch die Lüfte und brachten die bunt kostümierten Jecken im Saal zum Staunen. Den „monumentalen“ Schlusspunkt unter eine atemberaubende Safari durch den schwarzen Kontinent lieferten schließlich die Musiker von „Brass on Spass“ ab, die ihre Zuhörer zu „Ice cream“ einluden und bescheinigten auch noch „Dicke Mädchen haben schöne Namen“.

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