Großalarm in Eschweiler: Wohnhaus in Flammen

Von: Patrick Nowicki
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feuer in Eschweiler
Am frühen Donnerstagmorgen ist ein Wohnhaus am Römerberg in Eschweiler-Röhe Opfer der Flammen geworden. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Ein geschätzter Sachschaden von 200.000 Euro - und dennoch spricht die Wehrleitung von Glück. Der Wecker verhinderte nämlich am Donnerstagmorgen in Röhe, dass Menschen bei einem Brand zu Schaden kamen oder sogar gestorben sind. Das Haus an der Straße „Am Römerberg” bleibt allerdings für längere Zeit unbewohnbar.

Was ist geschehen? Der Wecker reißt die Familie wie gewohnt um 6.30 Uhr aus dem Schlaf. Sofort fällt den vier Bewohnern der beißende Geruch auf. Als sie vom Dachgeschoss aus ins Treppenhaus blicken, kommen ihnen Rauchschwaden entgegen. Geistesgegenwärtig stürmen sie auf die Straße. Nachbarn alarmieren die Feuerwehr, während aus dem hinten gelegenen Anbau bereits meterhoch die Flammen schlagen.

Nur acht Minuten nach dem Alarm treffen die Retter ein und rufen weitere Löschzüge hinzu. „Wir wussten anfangs nicht, ob sich noch Menschen darin befanden”, wird Stadtbrandinspektor Harald Pütz nach dem Einsatz sagen. Die Befürchtung bestätigt sich zum Glück nicht, alle Bewohner sind aus dem Haus. Der Notarzt untersucht sie sofort und gibt anschließend das Signal: Alle wohlauf!

Auf der Straße spielt sich ein Paradebeispiel nachbarschaftlichen Miteinanders ab. Die Anwohner helfen der Feuerwehr, die Wasseranschlüsse in der Straße freizulegen. Für die Retter gilt es nun vorrangig darum, ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude zu verhindern.

Aus fünf Rohren schießt das Wasser auf die Flammen. Mit Gasmasken ausgestattete Innentrupps versuchen im Haus, trotz glühender Hitze das Feuer zu bändigen. Über 60 Feuerwehrleute und 15 Fahrzeuge sind im Einsatz. Nach etwa einer halben Stunde ist die Lage unter Kontrolle, weitere 60 Minuten später ist das Feuer aus.

Einsatzleiter Harald Pütz atmet durch: „Gar nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätten die Leute nur zehn Minuten länger geschlafen.” Die Nachbarn der betroffenen Familie, die dort einen Handwerksbetrieb unterhält, finden jedenfalls keinen Schlaf mehr. Sie kümmern sich nicht nur um die Opfer, sondern auch um die zahlreichen Helfer - mit Kaffee und belegten Brötchen. Auch die WBE sind inzwischen vor Ort, um die Straße zu reinigen.

Im fast völlig zerstörten Haus beginnt die Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen. Das Ergebnis wird allerdings noch auf sich warten lassen. Nur so viel ist schon klar: Das Feuer muss in der Küche oder im Wohnzimmer entstanden sein. Hinweise für eine Brandstiftung liegen derzeit nicht vor. Polizei und Feuerwehr schätzen den Schaden an dem Haus auf etwa 200.000 Euro.

So oder so wird die Familie ihre Silvesternacht nicht zu Hause verbringen können - aber immerhin hat sie wie durch ein Wunder überlebt.
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