Eschweiler - Größtenteils bekannte Gesichter im Presbyterium

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Größtenteils bekannte Gesichter im Presbyterium

Von: Annika Kasties
Letzte Aktualisierung:
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Neues Leitungsgremium: Pfarrer Wolfgang Theiler (3.v.l. hinten) freut sich mit Kandidaten und Wahlhelfern, dass in der evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß überhaupt eine Presbyterwahl stattfand.

Eschweiler. Die evangelischen Kirchengemeinden in der Indestadt haben jeweils ein neues Leitungsgremium. Vergangenen Sonntag fanden in der Rheinischen Landeskirche die Wahlen des Presbyteriums statt – zumindest dort, wo sich mehr Kandidaten als Plätze fanden.

Das ist längst nicht mehr in allen Gemeinden der Fall. Nach Angaben der Stabsstelle Strategisches Controlling im Landeskirchenamt fand nur bei rund 40 Prozent der Wahlbezirke eine Wahl statt.In der evangelischen Kirchengemeinde Eschweiler erklärten sich genau zwölf Gemeindemitglieder bereit, für vier Jahre Verantwortung im Presbyterium zu übernehmen, ebenso viele Plätze hat das Leitungsorgan, hinzu kommen die Pfarrer Thomas Richter und Dieter Sommer.

Die Kandidaten galten so schon im Voraus nach Kirchenordnung als gewählt, eine Wahl erübrigte sich. „Wie andere Vereine und Institutionen merken wir, dass es immer schwieriger wird, Leute zu finden, die sich für einen längeren Zeitraum verpflichten“, berichtet Pfarrer Thomas Richter. „Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen keine geregelten Arbeitszeiten mehr haben, das zeigt sich auch im Ehrenamt.“

Mal eben so nebenbei lassen sich die Aufgaben des Presbyterium nicht erledigen. Als Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde fällt es alle wichtigen Entscheidungen, die das Gemeindeleben betreffen – von den Finanzen über Personaleinstellungen bis hin zur Organisation der Gottesdienste und weiterer Arbeitsbereiche.

Bekannte Gesichter gehören auch weiterhin zum Leitungsorgan der Gemeinde. Gisela Berg, Elli Hentsch, Anja Hack, Stefanie Koch, Thorsten Müller, Rosemarie Zentes, Harry Reimer und Ulrike Tulke werden auch in der kommenden Amtszeit die Geschicke der Gemeinde leiten. Neu dazu stoßen Theodorus Herwarts und Katja Brettschneider. Als Mitarbeiter unterstützen auch weiterhin Maria Bohnen und Gerhard Behrens das Presbyterium. Sie werden am Sonntag, 6. März, 10 Uhr, in St. Barbara offiziell ins Amt eingeführt.

In der evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß wurde den Mitgliedern hingegen der Gang zur Wahlurne gewährt. Für den Bezirk Weisweiler fanden sich sechs Interessierte für fünf Plätze, im Bezirk Dürwiß standen fünf Kandidaten für vier Plätze zur Wahl. Außer Konkurrenz standen Küster Detlef von Brandt und Petra Trieb für die zwei zur Verfügung stehenden Presbyterplätze der hauptamtlich Mitarbeitenden.

Mit dem Ablauf der Wahl zeigte sich Pfarrer Wolfgang Theiler äußerst zufrieden. 20 Prozent der Gemeindemitglieder nahmen an der Presbyteriumswahl teil. Was auf den ersten Blick für eine demokratische Wahl gering wirke, sei im kirchlichen Bereich ein hoher Anteil, versicherte Theiler. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung nach Angaben der Evangelischen Kirchen im Rheinland bei rund 9,3 Prozent. Wahlberechtigt war, wer konfirmiert oder mindestens 16 Jahre alt ist. Dass sich in Weisweiler-Dürwiß mehr als doppelt so viele Menschen an der Presbyterwahl beteiligten, erklärt Theiler mitunter damit, dass jedem Gemeindemitglied mit der Einladung zur Abstimmung auch die Briefwahlunterlagen zugeschickt worden waren.

„Wir sind froh, dass überhaupt eine Wahl stattgefunden hat. Schließlich ist es ein Urrecht in der evangelischen Kirche, dass die Gemeine ein Wahlrecht hat“, betonte Theiler. Vor vier Jahren sei das noch anders gewesen. Damals fand sich für jeden Platz im Presbyterium exakt ein Kandidat. „Wir haben uns dieses Mal noch mehr Mühe gegeben, über das erforderliche Maß hinaus Interessierte zu finden“, so Theiler.

Auch in der Gemeinde Weisweiler-Dürwiß setzt das Presbyterium auf Kontinuität. Einzig Andrea Reinbach wurde für Weisweiler neu in das Leitungsorgan gewählt. Eine weitere Amtszeit treten für den Bezirk Irene Görgen, Bettina Löffler, Jürgen Peiter und Jürgen Ritgens an, für Dürwiß bleiben Marliese Deringer, Günter Droste, Michaela Goldhausen sowie Ursula Schwarz dem Presbyterium treu. Die neu gewählten Presbyter werden am Sonntag, 13. März, in der Dürwisser Kreuzkirche in ihr Amt eingeführt.

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