Eschweiler - Greg Koch: Ein Zauberer an der Gitarre

Greg Koch: Ein Zauberer an der Gitarre

Von: ran
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Eschweiler. Er gehört zu den festen Größen der Konzertreihe „Blues meets Rock“. Zum „gefühlten 25. Mal“, wie Veranstalter Klaus Schmidt während seiner kurzen Begrüßung der leider recht überschaubaren Zahl der Musikfans im städtischen Jugendtreff „Check In“ augenzwinkernd bemerkte, beehrte Bandleader Greg Koch am Dienstagabend seine indestädtischen Fans.

Und diesmal hatte der renommierte Gitarrenvirtuose sogar familiäre Unterstützung mitgebracht: Denn am Schlagzeug saß mit Dylan Koch der 18-jährige Sohn des in Milwaukee aufgewachsenen US-Amerikaners. Gemeinsam mit den erfahrenen Musikern Kurt Koenig (Bass) und John Sigger (Gitarre/Gesang) rockte das Vater-Sohn-Gespann zwei Stunden lang vom ersten bis zum letzten Takt die Bühne. „Wir spielen neue Songs, alte Songs, eben Songs“, lautete dabei die lapidare Einleitung von Greg Koch, bevor es krachte. Dabei standen nicht zuletzt Werke der neuesten CD „Plays well with others“ im Vordergrund, bei denen Greg Koch auf die Mitwirkung von Spitzenmusikern wie Joe Bonamassa, Paul Barreré, Robben Ford, Roscoe Beck und Brannan Temple zurückgreifen konnte. So bildete „Night Owl now“ einen mitreissenden Auftakt, bei dem John Siggers Gesangs- und Greg Kochs nahezu unnachahmliche Gitarrenkunst das Publikum in den Bann zogen.

Unprätentiös und zielstrebig ging es weiter: Auch ohne die Unterstützung von Joe Bonamassa gelang es Greg Koch und seinen Mitstreitern beim Titel „Simone“ einen wahren Klangteppich über das „Check In“ zu legen. Mit anspruchsvollen, aber im positivsten Sinne leicht bekömmlichen Kompositionen nahm Greg Koch seine Zuhörer mit auf die musikalische Reise. Diese dankten es ihm immer wieder mit lautstarken Beifallsbekundungen. Zwischen den Songs ließ der Bluesgitarrist auch immer wieder seinen spitzbübischen Humor aufblitzen, wobei ihm nicht zuletzt seine (kulinarischen) Deutschkenntnisse zu Gute kamen. So gönnte er sich nach dem Song „Spanish wine“ keinesfalls ein Gläschen des edlen Getränks, sondern nahm mit einem kräftigen Schluck „Wasser mit Kohlensäure“ (wobei die Betonung auf dem ersten Teil des letzten Wortes lag) Vorlieb. Einen fantastischen Einblick in die Bandbreite seines musikalischen Schaffens lieferte Greg Koch dann beim Song „I´m going down“, der ihm zunächst die Gelegenheit gibt, seine kraftvolle Stimme in die Waagschale zu werfen, bevor er die Dynamik seines Gitarrenspiels entfaltet: von feinfühlig dosiert bis schreiend, kreischend und ekstatisch! Vor der Bühne zeigten wippende Füße und im Takt nickende Köpfe, dass der Funke längst auf das Publikum übergesprungen war.

Nach der Pause durfte dann erneut John Sigger bei den Titeln „Sho Nuff“ und „This whole town has a broken heart“ mit seiner Stimme punkten, bevor das Quartett die Frage stellte „What you got to lose?“. Natürlich bekam auch Dylan Koch, der erstmals auf einer Tournee „europäische Luft“ schnupperte, die Gelegenheit, bei einigen Soli sein Talent am Schlagzeug eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.

Nach zwei Stunden und einer lautstark geforderten sowie bereitwillig gewährten Zugabe, fand ein weiteres Konzert von Greg Koch in Eschweiler sein Ende. Es dürfte nicht sein letzter Auftritt in der Indestadt gewesen sein, schließlich könnte im kommenden Jahr die Reihe „Blues meets Rock“ nach dem Talbahnhof und dem „Check In“ ihre dritte Heimstätte erhalten. Im nächsten Monat findet die Serie ihre Fortsetzung aber noch im städtischen Jugendtreff an der Hehlrather Straße. Am 12. November wird dort die „Kirsten Thien Band“ aus den Vereinigten Staaten zu Gast sein.

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