Grafitti-Kunst und viele bunte Kreidestriche

Von: Patrick Nowicki
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Los geht‘s: Der Eschweiler Designer Christoph Häfner lässt bis Sonntagnachmittag ein Kreide-Kunstwerk auf dem Boden vor der Sparkassenfiliale Marienstraße entstehen. Foto: Patrick Nowicki
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Farbig vernetzt – so kann das aussehen: An der Marienstraße zeigt ein Blumenhändler fantasievoll, wie man das Thema des Frühjahrsstadtfestes in die Dekoration einfließen lassen kann. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Es war Vorfreude zu spüren, als der Citymanagement-Verein am Freitag offiziell das Stadtfest vor der Sparkassenfiliale Marienstraße eröffnete. Aber auch Sorge: „Was uns als Auflagen gemacht wird, um ein solches Fest zu veranstalten, ist wirtschaftlich und personell ehrenamtlich nicht mehr zu stemmen“, sagte Vorstandsmitglied Bernhard Müller.

Deswegen werde man auf die Politik zugehen. Auf diese politische Ebene wollte sich Bürgermeister Rudi Bertram am Freitag nicht begeben: „Ich möchte, dass die Menschen aus der Region nach Eschweiler kommen, weil es hier so schön ist, und nicht, weil woanders die Stadtfeste ausfallen“, spielte er auf die Absage des Stadtfestes in Herzogenrath an. Zusammensetzen will man sich dennoch – aber eben nach dem Fest.

Farbig vernetzt – so lautet das Motto. Und farbenfroh wird es Sonntag auf jeden Fall zugehen. An neun Standorten wird ab 11 Uhr fleißig mit Kreide gemalt. Da die einzelnen Werke miteinander verbunden werden, lautet das Motto des Stadtfestes „farbig vernetzt“. Die schönsten Straßenbilder werden prämiert. Von den neun Standorten für die Straßenmalereien befinden sich zwei auf der Grabenstraße, vier auf der Marienstraße, jeweils einer auf der Neustraße, der Englerthstraße und der Uferstraße. Bei Regen steht eine Turnhalle in der Innenstadt als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.

Acht Schulen, Vereine und Organisationen beteiligen sich an der Premiere des „Street Art Festivals“. Die Veranstalter rechnen mit etwa 150 Kindern und Jugendlichen. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Gerda Zuleger, die allerdings nur begleitend tätig werden will. „Die Kinder sollen ihre Ideen frei entfalten können“, forderte sie bei der Programmvorstellung vor wenigen Tagen.

Unterstützt wird sie von den Künstlerkollegen Christoph Häfner, Alexander Göttmann und Rolf Klotz. Die Malkreide wird ebenso von Geschäftsleuten gesponsert wie eine kleine Stärkung während der anstrengenden und aufregenden Stunden. Jeder Standort erhält eine eigene Farbe – auch dies soll unterstreichen, dass Eschweiler kunterbunt ist. Am Mittag ziehen die Kinder dann mit Kreide eine Linie von Kunstwerk zu Kunstwerk, bis ein Netzwerk von verschiedenen Kunstwerken entsteht.

Auch der Stadtjugendring beteiligt sich mit einer eigenen Aktion: Grafittikünstler Marcel Prescher will die Stadt dauerhaft verschönern. Während die Kreide auf dem Boden nach einigen Regenschauern verschwunden ist, haftet die Sprühfarbe länger. Prescher wird die Stromkästen in der Innenstadt farblich gestalten, so lange die Farbe reicht. Wer diese Aktion unterstützen möchte, kann sich an den Stadtjugendring wenden.

In der Fußgängerzone ist am Sonntag eine kleine Budenstadt mit Schaustellern aufgebaut. Die Palette reicht vom klassischen Kinderkarussell bis hin zum Entenangeln. In der Marienstraße präsentiert sich das RWE-Kinderland. In der Neustraße stellt sich das Cambio Car-Sharing vor. Wenige Meter weiter wird Bungee-Jumping für Kinder angeboten. Natürlich sind die üblichen Stände mit allerlei Süßem und Leckeren in der Innenstadt zu finden.

Wer am Sonntag bummeln und einkaufen möchte, hat ebenfalls Gelegenheit dazu, denn die Geschäfte öffnen an diesem Tag von 13 bis 18 Uhr. Wie bei Stadtfesten üblich fährt am Sonntag, 2. April, zwischen 13 und 18 Uhr ein historischer Shuttle-Bus zwischen Innenstadt, Gewerbegebiet Auerbachstraße und Dürener Straße. Das Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1953 und kann kostenlos genutzt werden.

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