Eschweiler - Graffiti und Street Art bei „Neue Wege zur Kunst“

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Graffiti und Street Art bei „Neue Wege zur Kunst“

Von: ran
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Beschreiten einmal mehr im wahrsten Sinne des Wortes „Neue Wege zur Kunst“: Die Verantwortlichen des Eschweiler Kunstvereins um die Vorsitzende Nadine Müllers (2. v. r.), Geschäftsführerin Monika Kendziora (2. v. l.) sowie der stellvertretende Vorsitzende Ralf Walraff (4. v. l.) und Karl-Heinz Hennerici (vorne links) blicken dem Ereignis gemeinsam mit Graffiti-Künstler Lars Kessler alias Lake 13 (vorne rechts), Comic-Autor und Zeichner Willi Blöß (3. v. r.), den Fotografen Regina (3. v. l.) und Dieter Weinkauf (rechts), Bürgermeister Rudi Bertram (links) sowie Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut (4. v. r.) gespannt und mit Vorfreude entgegen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Titel könnte nicht treffender sein: Am Sonntag, 8. Oktober, beschreiten die Verantwortlichen des Eschweiler Kunstvereins in jeder Hinsicht „Neue Wege zur Kunst“.

Im Mittelpunkt des alle drei Jahre stattfindenden Projekts stehen diesmal Kunstformen, die vor wenigen Jahren noch als Vandalismus und weitgehend illegal angesehen wurden, inzwischen aber auf immer mehr Interesse und Zuspruch stoßen, nicht zuletzt auch wegen ihrer gesellschaftspolitischen Komponente.

Graffiti, Urban Art und Street Art lauten die Zauberworte. Am Mittwochabend stellten nun Nadine Müllers als Vorsitzende des Kunstvereins, ihre Stellvertreter Ralf Wallraff und Karl-Heinz Hennerici sowie Geschäftsführerin Monika Kendziora das Programm der „Wege zur Kunst 2017“ in den Räumen der Sparkasse, die auch die 8. Auflage des Kunstprojekts unterstützt und somit möglich macht, vor.

„Eschweiler wird bunter und wir beschreiten diesen modernen Pfad mit, indem wir einem völlig neuen Konzept folgen und uns der Kunstform Graffiti widmen“, beschreibt Ralf Walraff die Beweggründe. Graffiti dringe immer weiter in das Bewusstsein der Bevölkerung ein. Zum einen als Lebensgefühl (meist) junger Menschen, zum anderen aber auch wegen der Aussagekraft der Werke und der Menschen, die hinter den Werken stehen.

Einer dieser Graffiti-Künstler ist Lars Kessler alias Lake 13, der seit 1988 aktiv ist und zu den Pionieren der Aachener Streetartszene gehört. Der Diplom-Designer, der sein Studium an der FH Aachen im Jahr 2001 abschloss, eröffnete ein Jahr später das Atelier „Lake“ am Aachener Blücherplatz als Anlaufstelle für Graffitikünstler und Kunstinteressierte und veranstaltet seit 2004 Workshops.

Im Vorfeld der „Wege zur Kunst 2017“ organisierte Lake 13 einen Workshop mit Schülern der Gesamtschule Waldschule, dessen Ergebnisse und Dokumentation am 8. Oktober präsentiert werden. Ebenso wie die Fotografien von Regina und Dieter Weinkauf, die seit einem Jahrzehnt den Schwerpunkt ihrer Leidenschaft auf das Ablichten von Streetart- und Graffitiwelten legen.

„Schon in den 80er Jahren wurden wir auf die Werke des inzwischen verstorbenen Aachener Graffiti-Pioniers Klaus Paier aufmerksam, die auch durch ihre Zeit- und Gesellschaftskritik bemerkenswert waren“, blickt Regina Weinkauf zurück.

Ein weiteres Element der „Neuen Wege zur Kunst 2017“ stellen die außergewöhnlichen Arbeiten von Willi Blöß dar, der unter anderem Künstler-Biografien (u. a. von Picasso, Warhol, Beuys, van Gogh und Klaus Staeck) in Comic-Form zu Papier bringt und mit seinen daraus hervorgehenden großformatigen Bildern auf Leinwand Ereignisse und Menschen darstellt, „die man kennen könnte oder, falls nicht, kennenlernen sollte“.

Rudi Bertram würdigte während der Präsentation das Wirken des Kunstvereins: „Es ist ganz wichtig, dass Kunst und Kultur in einer Stadt leben. Die Menschen, die sich im Kunstverein engagieren, bringen vieles in und für Eschweiler nach vorne. Ich wünsche mir, dass sich Künstler mit ihren Kompetenzen und ihrem Intellekt, auch als Querdenker, noch mehr einbringen. Dies wäre ein Gewinn für den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft“, so der Bürgermeister, der gemeinsam mit Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut und allen weiteren Mitstreitern auf zahlreiche neugierige Menschen hofft, die sich am 8. Oktober auf „Neue Wege zur Kunst“ begeben wollen und werden.

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