Eschweiler - Grachtstraße: Schrott macht reichlich Ärger

Grachtstraße: Schrott macht reichlich Ärger

Von: rpm
Letzte Aktualisierung:
15790463.jpg
Stillgelegte Fahrzeuge und wahre Berge von Müll: Die Anwohner der Grachtstraße sind davon natürlich alles andere als begeistert. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Ein Schmuckstück mit Vorzeigequalitäten ist sie nicht gerade, die Grachtstraße. Auf der einen Seite Wohnbebauung und ein oder zwei Firmen, auf der anderen Brachflächen, Wohncontainer und das, was vom zerfallenden Eschweiler Gusswerk und seinem Verwaltungsgebäude übriggeblieben ist.

Bis vor einigen Monaten standen hier noch marode Baracken. Flüchtlingsunterkünfte, die so vom Zahn der Zeit zerfressen waren, dass sie abgerissen und durch moderne Container ersetzt werden mussten. Wesentlich verbessert hat sich der Gesamteindruck kaum, wie Anwohner monieren. Zwischen Wohncontainern und Gusswerk-Verwaltung türmen sich Bege von Sperrmüll zwischen abgemeldeten Pkw. Autos, die auf unbefestigtem Gelände stehen und zum Teil deutlich beschädigt sind. Anwohner befürchten, dass dort der Boden durch auslaufende Betriebsstoffe kontaminiert werden könnte.

Abgemeldete Fahrzeuge sind es auch, die auf der anderen Seite der Grachtstraße für Ärger sorgen: Hier, so beklagen Anwohner, werde ein öffentlicher Parkstreifen von einer Autowerkstatt als erweitere Gewerbefläche genutzt. „Dies wird u.a. dadurch deutlich, dass dort Fahrzeuge, deren TÜV-Zulassung teilweise Monate abgelaufen ist, Wochen, teilweise Monate abgestellt werden“, beschwert sich ein Anwohner in einem Schreiben ans Ordnungsamt der Stadt. Auch auf der Straße selbst, so heißt es, werden längst abgemeldete Fahrzeuge abgestellt. „Teilweise waren dort drei nicht zugelassene Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt.“ Angesichts des dort ohnehin knappen Parkraums führe das dazu, dass Anwohner, deren Besucher und die Nutzer der nahen, von der Stadt angemieteten Gärten keinen Parkplatz mehr fänden.

Das Eschweiler Ordnungsamt hat sich die Situation inzwischen vor Ort angesehen. Große Hoffnungen auf Besserung kann Amtsleiter Edmund Müller den verärgerten Anwohnern allerdings nicht machen. „Wenn da Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsram stehen, die da nicht hingehören, werden wir selbstverständlich aktiv“, betont er. „Aber wir können natürlich nicht jeden Tag da kontrollieren gehen.“

Auch dem Müllproblem im Bereich zwischen Wohncontainern und Gusswerk-Gebäuden sei kaum beizukommen: Zwar gehöre ein Teil des Geländes dort der Stadt, aber „der Müll liegt auf privatem Gelände. Und da kann jeder seinen Müll deponieren, wie er will. So lange da keine Gefahr von ausgeht, darf man das.“ Also: keine Handhabe für die Stadt.

Die Möglichkeit, dass aus stillgelegten Fahrzeugen Betriebsstoffe ins Erdreich gelangen, kann Ordnungsamtsleiter Edmund Müller nicht ausschließen. Aber: „Das müsste letztlich das Umweltamt begutachten. Das ist nicht unsere Sache.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert