Gottesdienst zum Weltgebetstag in Nothberg: „Was ist denn fair?“

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Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Cäcilia freut sich auf das gemeinsame Singen. Foto: Katrin Fuhrmann

Eschweiler. Unter dem Titel „Was ist denn fair?“ findet heute der Weltgebetstag der Frauen in der Pfarrkirche St. Cäcilia in Nothberg statt. Beginn des Gottesdienst es ist um 15 Uhr. Weltweit laden Frauen zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Der Titel „Was ist denn fair?“ wurde von Frauen aus den Philippinen verfasst.

Präsident Dutertes grausamer „Anti-Drogen-Krieg“ mit über 7000 Todesopfern bringt die Philippinen immer wieder in die Schlagzeilen. Philippinische Frauen laden dazu ein, gegen diese und viele andere Ungerechtigkeiten aufzustehen: Der Inselstaat ist Schwerpunktland des Weltgebetstags 2017. Unter dem Motto „Was ist denn fair?“ kommen Christen aller Konfessionen zusammen, um mit Liedern, Gebeten und Aktionen für globale Gerechtigkeit einzutreten. In über 100 Ländern weltweit sind ökumenische Gottesdienste geplant.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Weltgebetstag zur größten ökumenischen Frauenbewegung weltweit entwickelt. Jedes Jahr laden christliche Frauen eines anderen Landes am ersten Freitag im März zum Weltgebetstag. In allen Weltregionen werden diese Gottesdienste vorbereitet von Frauen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Konfessionen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für ökumenisches Miteinander und mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche.

Der Weltgebetstag 2017 führt auf die Philippinen, in ein katholisch geprägtes Land mit 7107 Inseln. Auf dem Archipel im Pazifischen Ozean finden sich neben Naturschönheiten und Weltkulturerbe auch zerstörerische Naturgewalten, interne Konflikte und von Menschen verantwortete Umweltkatastrophen. Trotz Ressourcenreichtums herrscht eine krasse Ungleichheit, die zurück geht bis in die spanische Kolonialzeit.

Wohlstand, Macht und Einfluss konzentrieren sich auf wenige Familienclans. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die indigene Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich – und das schon lange vor Amtsantritt des umstrittenen Präsidenten Duterte im Jahr 2016.

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