„Gottes mächtige Dienerin”: Eschweiler Experte berät Filmcrew

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Nach der Präsentation des Fernsehfilms: Christine Neubauer mit Ulrich Nersinger. Foto: zfb

Eschweiler. In Berlin fand am vergangenen Wochenende die „Endabnahme” einer aufwendigen Filmproduktion für die ARD statt. In den Räumen von „Ziegler Film Berlin” präsentierte Regisseur Marcus O. Rosenmüller den Fernseh-Zweiteiler „Gottes mächtige Dienerin”.

Der insgesamt dreistündige Spielfilm zeigt das bewegte Leben der bayerischen Ordensfrau Pascalina Lehnert (1894-1983). Nie hatte eine Frau im Vatikan so viel Macht wie Schwester Pascalina. 40 Jahre stand sie in einer Welt, in der es Frauen kaum gab, Eugenio Pacelli, dem späteren Papst Pius XII., als Haushälterin und Privatsekretärin zur Zeit. Ihr Einfluss auf Pius XII. brachten ihr Neid und Verleumdung ein - als „La Papessa” titulierte die damalige Presse sie.

Für den abendfüllenden Spielfilm konnten unter anderem Christine Neubauer (als Schwester Pascalina), Remo Girone (als Papst Pius XII.), Thomas Loibl, Wilfried Hochholdinger, Ulrich Gebauer, Tina Engel, Eckhard Preuss und Mareike Carriére verpflichtet werden. Regisseur Marcus O. Rosenmüller gilt bei den öffentlich-rechtlichen wie auch den privaten Fernsehanstalten als Quotengarant. Gefördert wurde der Film mit Mitteln der Filmstiftung NRW und des FFF Bayern. „Das Erste” wird „Gottes mächtige Dienerin” zu Ostern ausstrahlen, am 22. und 23. April, zur besten Sendezeit im Hauptprogramm.

Dem kleinen Kreis, der den Film am Freitag zu sehen bekam, gehörte auch ein Indestädter an. Der Eschweiler Theologe und Vatikanexperte Ulrich Nersinger hatte das Entstehen des Drehbuchs und die Aufnahmen als historischer Berater begleitet.

„Der Film wird dem Publikum gefallen”, verspricht Nersinger. „Er hat das Potential, ein echtes Fernsehereignis zu werden. Fern jeglicher Frömmelei und einengender âpolitical correctnessÔ zeigt er ein Stück Geschichte, ja man darf es ruhig sagen, Weltgeschichte. Kontroverse Themen wie âDie Rolle der Frau in der Kirche´ und âKirche im Dritten Reich´ werden aufgegriffen und nicht beschönigt. Aber vor allem ist der Film eins - unterhaltsam und spannend!”
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