„Gott und die Welt“: Gespräche mit Theologe und Therapeut Teuwsen

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Bernward Teuwsen verbindet in seinen Vorträgen theologisches Wissen mit dem Einfühlungsvermögen eines geschulten Therapeuten.

Eschweiler. Die biblischen zehn Gebote – kann man sie als eine Anleitung verstehen, den Sinn des Lebens zu finden und glücklich zu sein? Genau so lassen sie sich verstehen, wenn man auf den hebräischen Text schaut, sagt der Theologe und Therapeut Bernward Teuwsen.

Am 30. März kommt Teuwsen zu einem Vortrag und Gespräch nach Eschweiler, im Rahmen der Reihe „Gott und die Welt“ der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul.

Das Alte Testament der Bibel ist voller Weisheit. Einer Weisheit, die hilfreich ist bei der Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Manchmal erschließt sich diese Weisheit erst, wenn man auf die ursprünglichen hebräischen Texte der Bibel schaut, so die Veranstalter.

Kaum jemand kann das besser vermitteln als Bernward Teuwsen. Er ist nicht nur Diplom-Theologe und Therapeut, er hat auch in Jerusalem Judaistik studiert, also die Wissenschaft vom Judentum. In seiner logotherapeutischen Praxis hilft er Menschen, Sinnmöglichkeiten in ihrem Leben zu entdecken und umzusetzen. Und in seinen Vorträgen zum Alten und zum Neuen Testament zeigt er, welche oftmals verborgenen Hilfen die Bibel bei dieser Sinnfindung bietet.

Gibt es etwas Wichtigeres für den Menschen, als seinem Leben Sinn zu geben? „Der Mensch will nicht einfach leben, er will für etwas und für jemanden da sein, er will eine Aufgabe finden im Leben“, sagt Teuwsen. Das sei eine Grundlage dafür, glücklich zu sein. Diesen Sinn kann man sich nicht kaufen und auch nicht verordnen lassen. Er lässt sich nur in Freiheit und Selbstverantwortung finden.

Das Zehn-Wort

In der Thora – Christen als die fünf Bücher Moses bekannt – ist nicht von „Geboten“ die Rede, sondern von einem Zehn-Wort. Dieses Zehn-Wort lässt sich verstehen als eine Wegweisung für die Suche nach dem Lebenssinn. „Eine Einladung zu einem befreiten Gewissen“ nennt es Bernward Teuwsen: „Mir geht es darum, weg zu kommen von einem Verständnis dieser zehn wegweisenden Worte als einer moralisch geprägten Verhaltensordnung. Es geht bei den zehn Worten darum, sich ermutigt zu fühlen, Werte zu stiften.

Und nicht darum, Bewertungen abzugeben und vorzunehmen.“ Wie so häufig in der Bibel engen diese Worte den Menschen nicht ein, setzen ihm nicht Grenzen, sondern helfen, das eigene Gewissen zu bilden. „Es geht um Lebensweisung und Lebenshaltung aus erlebter Befreiung“, sagt Teuwsen.

Wer sein Gewissen als einen Schatz, als eine Sammlung von Lebenswissen versteht, ist nicht mehr darauf angewiesen, dass andere ihm sagen, was richtig ist, sondern verantwortet sein Menschsein aus eigener Freiheit. Die Wörter „Antwort“ und „Sein“ schreibt der Theologe und Therapeut mit großen Buchstaben: „Für verANTWORTetes MenschSEIN“ ist der Titel seines Vortrags, zu dem er im Anschluss auch gern Fragen beantwortet.

Im Kinder- und Jugendzentrum

Der Vortrag am Donnerstag, 30. März, ist im Kinder- und Jugendzentrum Peter-Paul-Straße 12, er beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt wird nicht erhoben, Spenden werden aber gern entgegengenommen. Veranstalter ist der Arbeitskreis „Gott und die Welt“ der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul.

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