Eschweiler - Goldabiturienten erinnern sich an ihre Anfänge

Goldabiturienten erinnern sich an ihre Anfänge

Von: se
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Vor 50 Jahren bestanden sie ihre Abiturprüfungen am Städtischen Gymnasium. Als Goldabiturienten kehrten sie nun an ihre alte Schule zurück. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Strenge Lehrer, unangekündigte Klassenarbeiten und Tanzkurse im „Nonnenbunker“ – so sah der Schulalltag der Abiturienten von 1963 aus. Im Rahmen der Abiturfeier der 13. Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums kehrten auch die Goldabiturienten zurück in die Schule.

Friedhelm Petrovitsch gab als Sprecher der Goldjubilare den jungen Absolventen und vielen Gästen in der Aula der Schule einen kleinen Einblick in das damalige Schulleben. Vor 59 Jahren kamen rund 60 Jungen aus ganz Eschweiler an die Schule und wurden „von einem blitzeschleudernden Zeus empfangen“, wie Petrovitsch die damalige Situation beschrieb.

Einfach hatten es die Ehemaligen damals nicht, schließlich mussten sie zu Beginn erst einmal eine Aufnahmeprüfung ablegen, um überhaupt auf diese Schule gehen zu können. „Wir saßen mit 50 Sextanern in einem Klassenraum und wurden von unseren Lehrern nur mit den Nachnamen angesprochen“, erinnerte sich Petrovitsch. Nicht nur das monatliche Schulgeld von 20 DM sei etwas Besonderes gewesen, sondern auch die Lehrer, die noch richtige Originale waren.

„Damals gab es fast nur männliche Mitglieder im Lehrerkollegium“, meinte Petrovitsch und fügte hinzu: „Es gab häufig Anlehnungen an Kriegserlebnisse, die auch den Unterricht des ein oder anderen Lehrers prägten.“ Doch Petrovitsch und seine ehemaligen Klassenkameraden waren und sind sich sicher: „Unsere Lehrer hatten Ecken und Kanten und waren Originale, die von uns ihre Spitznamen bekamen.“

Die folgenden Anekdoten belustigten nicht nur die Ehemaligen, sondern wurden auch von den jungen Abiturienten gespannt verfolgt. „Auch wir waren keine Engel“, erinnerte sich Petrovitsch. Schwamm- und Schneeballschlachten gehörten genauso zum Schulalltag dazu wie der regelmäßige Tanzkurs im „Nonnenbunker“.

„Wenn wir am Nachmittag mit unserer Holden in der Stadt gesehen wurden, mussten wir am nächsten Tag auf jeden Fall an die Tafel“, so Petrovitsch, der bezweifelte, dass der Schulalltag früher besser war. „Es war anders. Wir brauchten keine Angst vor der Zukunft zu haben.“

Gemeinsam mit ihrem damaligen Klassenlehrer Hans Joussen feierten die Ehemaligen ihr Wiedersehen. Für Joussen war dieser Tag gleich in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes. Schließlich sah er nicht nur seine ehemaligen Schüler wieder, sondern freute sich auch darüber, dass sein Enkel Tobias ebenfalls das Abitur bestanden hatte.

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