Gödde guckt bei Hehlrather Kanal nicht in die Röhre

Von: lbe
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Eschweiler. Bereits seit etwa 20 Jahren haben die Hehlrather Bürger mit ein und dem selben Problem zu kämpfen: feuchte oder sogar überflutete Kellerräume. Der Baudezernent der Stadt, Hermann Gödde, blickte sich nun vor Ort um und stand dabei Rede und Antwort. Die „Bürger werden nicht im Stich gelassen”, so Gödde.

Überdurchschnittlich oft laufen die Keller voll Wasser und das nicht nur bei sogenannten „Jahrhundertereignissen” mit 80 Litern Wasser pro Quadratmeter und Stunde wie zuletzt im August. Seit einigen Wochen laufen seither Untersuchungen, um den Ursachen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund zu gehen. Nebelversuche haben bisher 20 Leckagen angezeigt und auch durch die Prüfungen mit einer TV-Kamera fanden sich Fehlanschlüsse in den Kanälen.

Die Bürger bedrückt allerdings noch Einiges mehr. Das Schmutz- und Regenwassertrennsystem in Hehlrath funktioniere nicht ordentlich, die landwirtschaftlichen Betriebe scheinen nicht recht an das System angeschlossen zu sein. Aber auch der regelmäßig fahrende Bus auf der Kinzweilerstraße könnte dazu beigetragen haben, dass der Kanal nicht mehr dicht ist.

Ein Argument räumte Hermann Gödde jedoch aus dem Weg - das Kanalsystem sei nicht zu klein und reiche definitiv aus. Auch die neu erschlossenen Baugebiete in der Nähe kommen als Ursache nicht in Frage, zumal das Wasser-Problem schon seit vielen Jahren besteht.

Ein eher unangenehmes Thema für die Bewohner betraf die eventuellen Fehler in der eigenen Hauskanalisation. Die veralteten Systeme und einige Fehlanschlüsse sowie fehlende Drainagen und deren Wartungen könnten ebenfalls erheblich zu feuchten Kellern beitragen. Natürlich sind die anstehenden Sanierungsarbeiten auch mit Kosten verbunden. „Bezahlt muss es werden, ob wir oder unsere Nachkommen”, so eine aufgebrachte Eigentümerin.
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