Gewässerpflege: Pate für den Zeppbach in Röhe gesucht

Von: Patrick Nowicki
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Das Geländer an der Inde wird ab Februar erneuert. 245.000 Euro kostet dies. Foto: Patrick Nowicki
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Dreck und Müll in und an den Gewässern in Eschweiler: Für den Zeppbach in Röhe sucht der Wasserverband Eifel-Rur einen Paten. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Gewässer in Eschweiler wirken oft wenig einladend: Müll und Unrat liegen in den Uferböschungen der Inde, in Röhe beschweren sich Anwohner über den verdreckten Zeppbach. Zuständig für die Säuberung ist der Wasserverband Eifel-Rur (WVER), der zwischen Dahlem im Süden und Wegberg im Norden insgesamt 1900 Kilometer offenes Fließgewässer betreut.

„Wir sind auch auf Unterstützung vor Ort angewiesen“, schildert Franz-Josef Hoffmann, beim WVER mit Sitz in Düren für Gewässer zuständig.

In Röhe, wo der Zeppbach meist mehr Unrat als Wasser führt, sollen darum Bürger tätig werden. Der Wasserverband sucht nach einem Anwohner, der eine Patenschaft für das Gewässer in Röhe übernimmt. Im Gegenzug soll er für seine Säuberungsarbeit vergütet werden.

Diese „Anerkennung“, wie sie Hoffmann nennt, richtet sich nach dem tatsächlichen Aufwand für die Arbeiten. Damit aber nicht genug, denn der Verband will in Röhe auch seinen Säuberungsturnus verkürzen. Ist es derzeit üblich, dass die WVER-Mitarbeiter ein- bis zweimal im Jahr Säuberungen an Gewässern vornehmen, so soll die Pflege in Röhe jedes Quartal stattfinden.

Eine Absage erteilte die Untere Wasserbehörde allerdings dem Wunsch, den Zeppbach wieder zu verrohren. Dies sei wasserrechtlich nicht umsetzbar, erläutert Franz-Josef Hoffmann. Andere Lösungen seien ebenfalls nicht genehmigungsfähig oder unwirtschaftlich. Der Verband setzt deswegen auf das Engagement der Anwohner, denn „der Müll stammt nicht von Ortsfremden“, wie es Reiner Leusch vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am frühen Donnerstabend formulierte.

Dass sich scheinbar einfache Lösungen als kompliziert herausstellen, musste der Wasserverband an der Inde zwischen der Brücke Bergrather Straße und dem Eschweiler Schlachthof erfahren. Dort war nach einem Unfall das Geländer defekt. Eine Reparatur war allerdings schwierig. Nach genaueren Untersuchungen stellte sich nämlich heraus, dass die Metallkonstruktion beim Bau im Jahr 1968 nicht ordnungsgemäß befestigt worden war.

Sie war nicht in den Beton eingelassen worden, sondern in Mörtel gesetzt. „Dies ist natürlich nicht vorschriftsmäßig“, schildert Hoffmann. In den Plänen sei dies nicht zu erkennen gewesen. Bei den Untersuchungen habe man auch bemerkt, dass das Gelände in der Vergangenheit mehrfach geflickt worden war. „Es muss schon vorher Unfälle dort gegeben haben“, meint Hoffmann.

Auf 240 Metern Länge

Der Pfusch am Bau in den 60er Jahren kommt den Wasserband nun teuer zu stehen: 245.000 Euro kosten die Arbeiten, das Geländer auf einer Länge von 240 Meter zu erneuern. Am 2. Dezember wurde der Auftrag an ein Unternehmen vergeben, nachdem auch der Wechsel eines externen Fachplaners zu einer Verzögerung geführt hatte.

Die ersten Handwerker werden allerdings erst im Februar zu sehen sein. Laut Hoffmann sollen die Arbeiten in der fünften Kalenderwoche des neuen Jahres beginnen. Diese Mitteilung ergänzt er um den Zusatz, dass man selbstverständlich den Rosenmontagszug berücksichtige.

Auf den Wasserverband wenig gut zu sprechen, ist der Vorsitzende des Citymanagement-Vereins, Klaus-Dieter Bartholomy. „Ich würde mich freuen, wenn meine Mails einmal beantwortet würden“, sagt der Indestädter. Regelmäßig wende er sich an den Wasserverband, wenn ihm von Mitgliedern Müll in der Inde gemeldet werde. Bisher habe er noch nie eine Antwort erhalten. Gefruchtet haben seine Hinweise dennoch, denn laut Bartholomy sei der Müll nach einigen Tagen tatsächlich abgeholt worden.

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