Eschweiler - „Get the Cat” fasziniert im Talbahnhof

„Get the Cat” fasziniert im Talbahnhof

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Könner ihres Fachs: Gitarrist Philipp Roemer, Schlagzeuger Ralph Schläger und Frontfrau Astrid Foto: Röhseler

Eschweiler. War das jetzt Blues? Oder doch eher Jazz? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den beeindruckenden Auftritt der Kölner Formation Get the Cat” am Samstag im Kulturzentrum Talbahnhof.

Sängerin und Frontfrau Astrid Barth lieferte die Antwort selbst: „Das ist doch eigentlich egal, Hauptsache, es ist ein gutes Stück.” Und es waren in der Tat gute Stücke, mit denen Astrid Barth und ihre Bandkollegen Philipp Roemer (Gitarre), Till Brandt (Bass) und Ralph Schläger (Drums) das begeisterte Publikum in den Bann zogen. Allesamt selbst geschrieben, sind die Songs mitten aus dem Leben gegriffen: Sie erzählen von Liebe und Leidenschaft, von Begegnungen und Enttäuschungen und auch darüber, wie schön es ist, seine Lebensfreude zu zeigen und mit anderen zu teilen.

„Diese Frau mit den blonden Haaren und der schwarzen Stimme” (Bassist Till Brandt über Astrid Barth) ist einfach faszinierend. Ihre ausgesprochenen gesanglichen Fähigkeiten kombiniert sie mit Hingabe, mit Charme und Witz, so dass die Zuhörer im Talbahnhof ihr bis zur letzten Sekunde gebannt folgten, ja folgen mussten.

Das Erfolgsrezept der Band: Nicht persönliche Eitelkeiten, sondern der Song steht im Mittelpunkt. Und dies ist umso mehr erstaunlich, da „Get the Cat” vier absolute Könner ihres Fachs vereint.

Ein ums andere Mal brillierte Philipp Roemer mit ausgefeilten und furios vorgebrachten Soli auf der E-Gitarre, die die Zuhörer mit begeistertem Applaus bedachten. Und auch Till Brandt am Bass und Ralph Schläger an Schlagzeug und Cajón (Kistentrommel) belegten eindrucksvoll, wieso „Get the Cat” mittlerweile auf renommierten Festivals wie etwa den Leverkusener Jazztagen spielen.

Bei ihrem Konzert im Talbahnhof wechselte die Kölner Formation immer wieder die Gangart, ein paar Stücke unplugged und dann wieder elektrisch. Mal lauschten die Zuhörer gebannt und schweigend wunderschönen Balladen wie „Don„t make a promise, you can„t keep”, um anschließend vom Drive und Groove von Songs wie „Start a fire” oder „You ain„t seen the best of me yet” gepackt zu werden.

Herzerfrischend war es, wie Astrid Barth ein ums andere Mal die Songs mit einer kurzen Anekdote einleitete. So verriet sie augenzwinkernd, dass auch ihr Vater Musik macht. „Blasmusik - meine Musik ist nicht ganz sein Fall.” Was folgte, war „Papa, don„t play the Blues”.Ê

War das jetzt Blues? Oder doch eher Jazz? Egal, es war einfach gut. Mit „Get the Cat” haben der Jazzclub Eschweiler um Norbert Klein und die Kleinkunstinitiative einen Riesengriff getan.

Wer die Band am Samstag erlebt hat, wird gerne auf das Angebot zurückkommen und am 20. Juni zum „Sensenhammer” nach Leverkusen fahren. Das Konzert dort wird live mitgeschnitten. Und auch jenen, die „Get the Cat” am Samstag nicht erleben durften, sei dieser Termin wärmstens empfohlen.
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