Geschichte der Donnerberg-Erstaufnahmeeinrichtung endet früher

Von: slg
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Bis zu 500 Personen hätten in den Leichtbauhallen der Flüchtlingsunterkunft auf dem Donnerberg wohnen können. Voll belegt war die Einrichtung des Landes NRW, die von den beiden Städten Stolberg und Eschweiler betrieben wurde, jedoch nie. Bis Ende Oktober sollen die Hallen auf dem Kasernengelände wieder abgebaut werden. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg/Eschweiler. Die gemeinsame Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, die die beiden Städte Stolberg und Eschweiler auf dem Donnerberg betrieben haben, ist bald Geschichte. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt, wird die Unterkunft zum 31. Oktober endgültig geschlossen. Am Dienstagabend sind auch die Mitglieder des Stolberger Stadtrates über diese Entscheidung informiert worden.

Die endgültige Schließung der Unterkunft erfolgt somit zwei Monate früher als ursprünglich geplant: Bis zum Jahreswechsel sollte die Einrichtung noch im „Standby“-Modus bleiben für den Fall, dass die Anzahl an Flüchtlingen in der Region wieder steigen sollte. Bereits Ende August waren die letzten 35 Bewohner anderweitig untergebracht worden: Die beiden Städte hatten sich entschlossen, die Menschen freiwillig dezentral unterzubringen.

Dass die Unterkunft auf dem Donnerberg bereits Ende des Monats Oktober Geschichte sein wird, hängt mit einer entsprechenden Anfrage des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes zusammen, erklärt die Stadtverwaltung. „Auf die Anfrage des Ministeriums hin haben sich die Städte entschieden, die Infrastruktur auf dem Donnerberg vorzeitig abzubauen, da sich die Flüchtlingslage zunehmend entspannt“, sagt Stolbergs Pressesprecher Robert Walz.

Gleichzeitig betont die Stadtverwaltung, dass man der Bundeswehr für die Zusammenarbeit und den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz dankbar sei. „Sie haben in einer nicht einfachen Lage ein wichtiges Zeichen der Menschlichkeit gesetzt“, erklärt Stadtsprecher Walz. Die Phase der Erstaufnahme sei abgeschlossen, der Fokus liege jetzt auf der Integration. So findet am Donnerstag um 18 Uhr der nächste öffentliche Flüchtlingsdialog im Rathaus statt.

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