Gesamtschule der Zukunft: Künftig könnte der Klassenrat das Wort haben

Von: Andreas Röchter
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Wie sieht die Gesamtschule in den kommenden Jahren aus? Schüler der Jahrgangsstufe 13 haben sich einen Monat lang mit diesem Thema befasst und gestern ihre Ergebnisse vorgestellt. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Seit inzwischen 22 Jahren existiert die Städtische Gesamtschule Eschweiler. Doch wie sieht die Zukunft der Schule aus? Über diese Frage haben sich in den vergangenen vier Wochen die Schüler der 13. Jahrgangsstufe in zwei Sozialwissenschafts-Zusatzkursen ihre Gedanken gemacht.

Unter der Überschrift „Perspektiven unserer zukünftigen Schulentwicklung” präsentierten die angehenden Abiturienten am Dienstag die Ergebnisse ihres Projekts.

„Die Schüler sollten darüber nachdenken, wo unsere Schule in einigen Jahren stehen könnte und inwieweit auch Verbesserungen möglich sind. Und zwar inner- und außerhalb der Unterrichtsstunden. Schließlich soll Schule mehr sein als bloßer Unterricht”, erklärt Sozialwissenschaftslehrerin und Projektleiterin Ulrike Brings.

Zu Beginn des Schuljahres wurde zunächst das grundsätzliche Thema beschlossen, in den vergangenen vier Wochen erarbeiteten die Schüler selbstständig die Ergebnisse in Unterthemen ihrer Wahl. Diese reichten vom „Klassenrat” als demokratisches Gesprächsmodell zwischen Schülern und Lehrern sowie der Kooperation mit der Erich-Kästner-Schule über die Berufsorientierung in den Sekundarstufen I und II bis hin zu Lernstrategien in beiden Sekundarstufen unter dem Titel „Miteinander Lernen”.

Mit der „Sprachförderung an der Waldschule Eschweiler” beschäftigte sich Oliver Keßels. Er entwickelte einen Fragebogen und bat Schüler mit Migrationshintergrund aus der zehnten Jahrgangsstufe, diesen auszufüllen. „Ich wollte wissen, welche Sprache bei den Schülern zu Hause gesprochen wird und welche Kurse sie belegen”, sagt der Schüler der 13. Jahrgangsstufe, der zur Verbesserung der Situation die Bildung einer mehrsprachigen Theater-AG vorschlägt.

„In ihr könnten auch die deutschen Schüler lernen, wie es ist, sich täglich in einer eigentlich fremden Sprache ausdrücken zu müssen. Dies würde das Verständnis füreinander sicherlich erhöhen. Außerdem ginge das Sprechen innerhalb der AG über das bloße Pauken hinaus”, macht Oliver Keßels deutlich.

Der möglichst reibungslose Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II war Thema für Elisa Hariskos, Irina Schmidt und Anna Wunsch. Sie befragten sowohl die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe, die noch vor dem Übergang stehen, als auch Oberstufenschüler aus der elften Jahrgangsstufe, die diesen gerade hinter sich haben. „Viele der Befragten wünschten sich, dass Schüler der Oberstufe jüngeren Schülern aus erster Hand und realistisch über die Oberstufe erzählen”, nennt Elisa Hariskos eines der Ergebnisse ihrer Untersuchung.

Vanessa Kaulen und Heike Pütz-Gossen nahmen das Pausenangebot für die Unterstufenschüler unter die Lupe. „Die Jüngsten wünschten sich vor allem mehr Spielzeug, zum Beispiel Springseile, zur Verfügung zu haben. Bei den Älteren gingen die Wünsche eher in Richtung Sportgeräte, zum Beispiel Basketbälle”, erklärt Vanessa Kaulen.

Die Ergebnisse des Projekts sollen in die Überlegungen zur Weiterentwicklung der Schule einfließen. So wird Jan Breuer mit Mitschülern eine Dokumentation zu den einzelnen Projektarbeiten erstellen. Und Ulrike Brings nennt einen weiteren Aspekt für die Initiative: „Es ist wichtig, dass die Schüler lernen, Ergebnisse zu präsentieren.”
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