Germania Dürwiß verabschiedet Trainer Manfred Moers

Von: Andreas Röchter
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Da geht es lang: 17 Jahre lang wies Manfred Moers den Jugendfußballern von Germania Dürwiß von den Bambini bis zu den A-Junioren den Weg.

Eschweiler. „Trainer im Jugendfußballbereich zu sein, bedeutet mehr, als zwei Mal in der Woche auf dem Platz und am Wochenende einmal am Spielfeldrand zu stehen.” Der dies sagt, muss es wissen. Manfred Moers trainiert seit 17 Jahren Juniorenmannschaften des FC Germania Dürwiß.

Anfang der 90er Jahre begann er mit den Bambini, in den vergangenen vier Spielzeiten war er für die A1-Junioren, die in der Verbands- beziehungsweise Mittelrheinliga aktiv sind, verantwortlich. Mit der nun zu Ende gehenden Saison zieht er sich aus dem Trainerbereich zurück.

„Ich möchte etwas Abstand gewinnen”, lautet seine Begründung. Dennoch bleibt er der Germania treu. Als Jugendkoordinator soll er für eine noch engere Verknüpfung zwischen Junioren- und Seniorenbereich sorgen.

Start bei den Bambini

Der Weg in Richtung Jugendtrainer war für Manfred Moers, der als Fußballer unter anderem für Rhenania Eschweiler, die Sportfreunde Hehlrath und Fortuna Weisweiler aktiv war, keinesfalls vorgezeichnet.

Doch als Sohn Patrick begann, bei den Bambini der Germania dem Ball nachzujagen und der eigentliche Trainer aus familiären Gründen ausfiel, sprang der begeisterte Sportler, der zu diesem Zeitpunkt für den BRC Eschweiler Badminton in der Oberliga spielte, ein.

„Ich dachte an eine Episode von zwei bis drei Wochen. Bis eben ein neuer Trainer gefunden war”, blickt der gelernte Kfz-Lackierer zurück. Doch die neue Aufgabe gefiel Manfred Moers so sehr, dass er schon bald keinen Gedanken mehr ans Aufhören verschwendete.

„Ich komme sehr gut mit Kindern klar”, erklärt der zweifache Vater, dessen jüngerer Sohn Marcel inzwischen das Trikot der A-Jugend von Fortuna Weisweiler trägt.

„Es macht einfach Spaß, Kindern etwas beizubringen. Es ist reizvoll zu erleben, wie sie sich weiterentwickeln und das umsetzen, was man ihnen gezeigt hat.”

Geprägt in Sachen Jugendtrainer wurde Manfred Moers von seinem Kollegen Jakob Hüsken, der auch als Trainer für Sohn Patrick, der auf Grund von Verletzungen inzwischen nicht mehr aktiv ist, fungierte.

„Dessen ruhige Art, die etwas im Gegensatz zu mir steht, hat mich fasziniert und mir geholfen, mit schwierigen Situationen umgehen zu können”, so der nun scheidende Coach.

Dieser begleitete den 88er-Jahrgang, den er im Bambini-Alter übernommen hatte, bis zur B-Jugend. „Die meisten sind bei der Stange geblieben”, ist er zufrieden. Denn natürlich stiegen mit zunehmendem Alter der Nachwuchskicker auch die Anforderungen.

„Ab der C-Jugend spielte das Leistungsprinzip eine Rolle. Das heißt, mimdestens drei Mal pro Woche Training und Trainingslager während der Vorbereitung”, macht der 46-Jährige deutlich.

Urlaub nach Spielplan

„Hinzu kommt die Beobachtung der nächsten Gegner und auch der nicht selten stundenlange Austausch mit Kollegen über Trainingsinhalte.” Konsequenz: „Den Urlaub plant man nach dem Spielplan”, weiß Manfred Moers, dass eine vernünftige Umsetzung aller Aufgaben, die das Amt eines Jugendtrainers so mit sich bringt, nur mit Unterstützung der Familie möglich ist.

„Und meine Frau Monika zeigte immer Verständnis für mein Hobby”, bedankt er sich bei seiner „besseren Hälfte”.

Schließlich wuchsen mit den Anforderungen an die Spieler auch die Anforderungen an den Trainer. Und diese gehen oft über den Fußballplatz hinaus. „Wenn man so oft mit den Jugendlichen zusammen ist, bekommt man auch vieles aus deren Leben abseits des Fußballs mit. So ist man nicht nur Trainer, sondern auch Freund, Vertrauter, vielleicht manchmal sogar Ersatzvater. Und hin und wieder auch schon mal der Blödmann”, hat Manfred Moers vielschichtige Erfahrungen gemacht, die er nicht mehr missen möchte.

„Die Kommunikation mit den Jugendlichen war für mich immer das A und O”, so der Trainer. „Und wenn mich ehemalige Spieler, die ich längere Zeit nicht mehr gesehen habe, nach wie vor grüßen, dann weiß ich, dass ich nicht alles falsch gemacht habe.”

Am Samstag findet nun das letzte Heimspiel als A-Juniorentrainer für Manfred Moers stat. Um 17.30 Uhr ist Troisdorf der Gegner. Den Schlusspunkt der Saison setzt das Auswärtsspiel in Bergneustadt eine Woche später.

„Ich möchte mich bei allen bedanken, die es mir ermöglicht haben, als Jugendtrainer bei Germania Dürwiß arbeiten zu können und erfolgreich zu sein. Nicht zuletzt bei Ton Lammerichs und Luis Barrientos, mit denen ich seit Jahren hervorragend zusammengearbeitet habe.

Aber auch Frank Dickmeis, Manni Johnen, Manni Vogel, Jose Gonzales, Martin Klinkenberg und der verstorbene Peter Wolff waren wichtige Wegbegleiter für mich”, betont Moers, der dem derzeitigen B-Jugendtrainer und seinem Nachfolger Peter Kölsch viel Glück wünscht. „Ich hoffe, er hat genauso viele schöne Jahre, wie ich sie erleben durfte.”
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