Eschweiler - Gerichtsgebäude soll Teil des Freifunknetzes werden

Gerichtsgebäude soll Teil des Freifunknetzes werden

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Die Freifunk-Bewegung erfreut sich einer steigenden Zahl an Unterstützern. Foto: Oliver Krato/dpa

Eschweiler. Das Gerichtsgebäude an der Kaiserstraße wird an das kostenlose Freifunknetz angeschlossen. Dies teilte der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling (SPD) mit.

Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Juni 148 Standorte im Land identifiziert, die für das Programm „100 x WLAN“ der Landesregierung als potenzielle Standorte in Frage kommen. Die Freifunk-Vereine im ganzen Land waren aufgerufen, sich bei der Staatskanzlei zu melden und gemeinsam mit der Landesregierung eine Auswahl zu treffen. Die Indestadt war bei der Vorauswahl nicht berücksichtigt worden.

Die Eschweiler Freifunk-Initiative hatte das Amtsgerichtsgebäude an der Kaiserstraße als potenziellen Standort ausgemacht, das Gebäude gehörte aber nicht zu den von der Landesregierung vorgesehenen Standorten. Das ändert sich jetzt. „Ich habe den Justizminister gebeten, das Eschweiler Amtsgerichtsgebäude nachzumelden und bin ihm sehr dankbar, dass er meiner Bitte kurzfristig und unkompliziert nachgekommen ist“, sagt der Eschweiler Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling.

Beim Landesprogramm geht es nicht darum, WLAN im Amtsgericht selbst umzusetzen. Vielmehr will das Land seinen Beitrag zu „Bürger-WLAN“ leisten und einige Gebäude des Landes als reine Antennenstandorte zur Verfügung stellen. Auch die notwendigen Telefonleitungen haben selbstverständlich keinerlei Verbindung zu den geschützten Leitungen der jeweiligen Einrichtungen, in diesem Falle des Amtsgerichtes.

Der Datenschutz in Behörden habe immer Vorrang, weshalb auch das Land hier keinerlei Kompromisse eingehe, teilte Kämmerling mit. Der Kontakt zwischen den Eschweiler Freifunkern und dem mit der weiteren Umsetzung betrauten Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen wurde geknüpft. Der Betrieb prüft nun, ob das Gebäude geeignet ist.

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