„Gemüse-Ackerdemie“: Schüler ernten bald ihre eigenen Radieschen

Von: pan
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Unterricht einmal anders – im Schulgarten der Willi-Fährmann-Schule: Dort legen Schüler und Lehrer ein Gemüsebeet an. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Radieschen, Kohlrabi und Gurken wachsen derzeit auf dem Gelände der Willi-Fährmann-Schule. Gepflegt werden sie nicht nur von Schülern dieser Schule, sondern auch von der Realschule Patternhof. In dieser Woche waren die Mitarbeiter der „Gemüse-Ackerdemie“ zu Gast, die den Jugendlichen zeigten, wie man ein Gemüsebeet mit dem Rechen beackert. Doch zunächst mussten die jungen Pflanzen gesetzt und die Samen gestreut werden.

Beide Schulen hatten sich im vergangenen Jahr für die „Gemüse-Ackerdemie“ beworben und sich schließlich dazu entschlossen, das Projekt gemeinsam zu starten. Da sich an der Willi-Fährmann-Schule eine geeignete Fläche befindet, wurde das Gemüsebeet dort angelegt. Im Internet erhalten die beiden Projektleiter, die Lehrer Christoph Horn und Elke Permantier, einmal in der Woche Anweisungen, welche Pflanze zu setzen ist, welche Arbeiten im Garten zu erledigen sind, und was man den Schülern an Hinweisen geben kann. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Eschweiler als Trägerin der beiden Schulen.

Das Team der „Gemüse-Ackerdemie“ krempelte gleich die Ärmel hoch, denn zunächst musste gebuddelt und gejätet werden, ehe die ersten Pflanzlinge von den Schülern im Alter zwischen elf und 15 Jahren aus den Kisten geholt wurden. Barbara Kockerols, Matthias Pütz, Juliane Imm und Claudia Haarhoff erklärten den Jugendlichen, wie man den Boden vorbereitet, um die Pflanze beim wurzeln und wachsen zu unterstützen. Ganz wichtig: Reichlich Wasser ist nötig.

„Eigentlich liegt unsere klassische Pflanzzeit zwischen April und Juni“, berichtet die Agrarökonomin Claudia Haarhoff, die für die „Ackerdemie“ als Projektmanagerin in Nordrhein-Westfalen tätig ist. Da jedoch die beiden Eschweiler Schulen erst mit dem neuen Schuljahr ins Projekt einsteigen konnten, entschied man sich, unmittelbar nach den Ferien zum Spaten zu greifen. Ob dies natürlich zu einem großen Ertrag führt, wird sich zeigen. „Für die Gurken könnte die Pflanzzeit schon zu spät sein“, sagt Haarhoff.

Hofladen geplant

Die Arbeit im Schulgarten ist allerdings nur ein Aspekt des Projekts: Nach der Ernte soll das Gemüse schließlich auch verwertet werden. Auf diesem Weg wollen die Lehrer und die „Ackerdemie“ die Schüler für gesunde Ernährung sensibilisieren. In der Realschule denkt man zudem darüber nach, einen Hofladen zu eröffnen, wo die Produkte angeboten werden. Die Schüler der Realschule werden im Rahmen ihrer Arbeitsgemeinschaft an dem Projekt teilnehmen. Vorgesehen sind zwei Schulstunden pro Woche. Es läuft bis zum Ende des Schuljahres.

Die Ackerdemia als Trägerin des Bildungsprogramms „Gemüse-Ackerdemie“ ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Produktion von Lebensmittel sowie gesunder und wertschätzender Ernährung zu schärfen. In der „Gemüse-Ackerdemie“ lernen Schüler den Gemüseanbau sowie die Vermarktung der Ernte.

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