Gemeinsam Wege finden, die ans Ziel führen

Von: ran
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Auch der musisch-kreative Bere
Auch der musisch-kreative Bereich wird an der Willi-Fährmann-Schule gefördert, was die Schüler während des „Tags der offenen Tür” eindrucksvoll unter Beweis stellten. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der „Weg” ist der Schlüsselbegriff des neuen Leitbilds der Willi-Fährmann-Schule. Während des „Tags der offenen Tür” am vergangenen Samstag begaben sich Schüler, Lehrer und Eltern der „Städtischen Förderschule im Verbund - Lernen - emotionale und soziale Entwicklung” nun gemeinsam auf die Suche.

Am Vormittag begrüßten die Schüler der Klassen eins bis zehn die Gäste zunächst in kreativen Workshops. Dabei standen unter anderem Töpfern, Bauen, Malen, Collagieren sowie Bewegungs- und Spielaktionen auf dem Programm. Gegen Mittag wählten dann alle Beteiligten das neue Leitbild, das „Willi-Fährmann-Schule - Wir finden Wege” lautet.

„Damit werden die Merkmale unserer Schule treffend symbolisiert”, betont Schulleiter Karlmartin Eßer. Das „Wir” zeige die enge Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern, bei der gegenseitige Wertschätzung und stetiger Austausch die Basis des Erziehungs- und Bildungsbemühens darstellten. „Gemeinschaftlich gilt es, Wege zu finden, die zu Zielen führen”, so der Pädagoge, dem bewusst ist, dass es nicht nur, aber im besonderen, für Förderschulen notwendig ist, neue Wege zu gehen.

Besuchen momentan 170 Kinder in zehn Jahrgangsstufen die Willi-Fährmann-Schule, ist die Tendenz eindeutig fallend. „Wir sind eine Angebotsschule mit Inklusionsziel. Das heißt, wurde festgestellt, dass bei einem Kind sonderpädagogischer Bedarf vorhanden ist, können sich die Eltern aussuchen, ob sie es zu uns schicken”, erklärt Karlmartin Eßer.

Da Prognosen voraussagen, dass im Jahr 2020 nur noch 20 Prozent der Kinder mit Förderbedarf Förderschulen besuchen, rückten Kooperationen mit anderen Schulen immer mehr in den Vordergrund. „Die Zusammenarbeit mit Haupt- und Grundschulen im Bereich Gemeinsamer Unterricht ist notwendig”, verdeutlicht der Schulleiter. Eine Vernetzung mit anderen Schulen biete die Chance, den Prozess der Inklusion (gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne besonderem Förderbedarf) voranzutreiben. „Dieser Prozess ist richtig, darf aber nicht das System überfordern”, hofft Karlmartin Eßer auf ein behutsames Vorgehen in diesem Bereich.

Besonders am Herzen liegt ihm die Zusammenarbeit mit den Eltern. „Unser Schulalltag bedingt zahlreiche Elterngespräche. Klar ist, dass wir auf die Unterstützung der Eltern unserer Schüler angewiesen sind”, unterstreicht er. Die Schulpflegschaft sei äußerst engagiert, spätestens alle sechs Wochen komme sie zusammen, um Anregungen und unterschiedliche Sichtweisen auszutauschen sowie Ideen zu kreieren. „Allen Beteiligten muss bewusst sein, dass noch reichlich Potenzial zur Verbesserung vorhanden ist”, zeigt sich Karlmartin Eßer überzeugt. Denn: „Wir verstehen uns jetzt und in Zukunft als unverzichtbarer Parteinehmer für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.”
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