Eschweiler - Gemeinnützige Vereine und Verbände: Jeder Cent ist wichtig

Gemeinnützige Vereine und Verbände: Jeder Cent ist wichtig

Von: Andreas Gabbert, Stefan Herrmann und Annika Pütz
Letzte Aktualisierung:
spenden-bu
So wie hier das Frühstücksangebot des Kinderschutzbundes an der Röthgener Karlschule sind zahlreiche Eschweiler Hilfsorganisationen und Projekte auf Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen angewiesen. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Ohne Spenden läuft in der Indestadt fast nichts. Zahlreiche wohltätige Organisationen und Sozialverbände sind auf die freiwilligen Zahlungen angewiesen. Viele Projekte und Hilfsmaßnahmen ständen sonst vor dem Aus.

Dabei sind sie ein wichtiger Baustein im Sozialwesen. Sie stellen ein breitgefächertes Dienstleistungsangebot zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel Alten-, Kranken-, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Behindertenwerkstätten, Beratungsstellen, Kindergärten und ambulante Dienste.

Die Spendenbereitschaft sei in Eschweiler vom Grundsatz her gut, sagt Bürgermeister Rudi Bertram. Er erlebe immer wieder, dass bei den Veranstaltungen der verschiedenen Vereine spontan gespendet würde, etwa dafür, dass alle an einem Fest teilnehmen können. Das seien zwar oft nicht die großen Beträge, aber jeder gebe eben das, was er kann. Er bekomme mit, wenn für unterschiedliche Zwecke gesammelt werde - für die Tafel, Therapeutisches Reiten oder den Kinderschutzbund. „Dann geht das Portmonee auf”, sagt Bertram.

Von der Hand in den Mund

Weniger erfreuliche Erfahrungen hat der Vorsitzende des Vdk, Kurt Schmitz, gemacht. Obwohl der Verband Spendenquittungen ausstellen darf, sei in den letzten vier Jahren von Unternehmen nichts mehr angekommen. Der Verband finanziere sich durch Mitgliedsbeiträge und durch einen Obulus der Stadt. „Wir leben quasi von der Hand in den Mund”, sagt Schmitz.

Dies führe dazu, dass die regelmäßigen Touren und Ausflüge gefährdet seien. Bereits jetzt werde über die Hälfte der Kosten aus der Kasse bezahlt, dennoch könnten viele Menschen den Restbetrag oft nicht mehr aus der eigenen Tasche bezahlen und blieben den Veranstaltungen fern. „Wir wissen nicht, wie lange das noch aufrecht zu erhalten ist - wir müssen mit dem Geld jonglieren und haben oft den Schweiß auf der Stirn stehen”, sagt Schmitz.

Bei gezielter Ansprache werde in Eschweiler selten gemauert, meint hingegen Stadtsprecher Stefan Kaever. Beispielsweise sei in den vergangenen drei Jahren von Privatleuten ein fünfstelliger Betrag für das Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit” gespendet worden.

Die Bandbreite reiche von Kleinstbeträgen bis zu vierstelligen Beträgen, zum Beispiel aus Nachlässen. „Ohne private Spenden wären viele Projekte nicht mehr vorstellbar”, sagt Kaever. Aber auch viele Banken und Firmen gingen immer häufiger dazu über, die Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden einzusparen und stattdessen für soziale Zwecke zu spenden. Davon würden beispielsweise die Mobile Jugendarbeit, der Kinderschutzbund oder die Eschweiler Tafel profitieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert