Eischwiele - Gelungene Premiere von Simon Hendriks

Gelungene Premiere von Simon Hendriks

Von: se
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Stippeföttchen darf bei einer Sitzung nicht fehlen. Die Scharwache bot ihren Gästen ein abwechslungsreiches und hochklassiges Programm. Foto: Sonja Essers

Eischwiele. Wenn alle Eschweiler Karnevalsgesellschaften eine große Familie sind, dann ist sie die Mutter der Vereine: die Eschweiler Scharwache. Am Samstag startete die Mutter Scharwache, wie sie im Volksmund oft genannt wird, mit der Gala-Sitzung in ihre 133. Session. Zahlreiche Gäste hatten sich in der Dürwisser Festhalle eingefunden, um gemeinsam mit den Mitgliedern der Gesellschaft den Abend zu verbringen.

Und dieser sollte ganz besonders werden – vor allem für Kommandant Simon Hendriks. Er feierte an diesem Abend Premiere und führte zum ersten Mal durch das Sitzungsprogramm.

Nach dem Tod von Präsident Georg Woepke im vergangenen Jahr hatte Hendriks bereits auf dem Erbsensuppenessen in einem kleineren Kreis debütiert und übernahm an diesem Abend nun erstmalig das Amt des Sitzungsleiters, das er mit viel Souveränität ausübte.

Bereits bei der Begrüßung, bei der sich Hendriks dem Publikum vorstellte, erhielt er vom Publikum viel Applaus und auch das aktive Korps und der Elferrat standen, genauso wie der Regimentsspielmannszug Grün-Weiß Lohn und das Tanzpaar Eva Gruppe und Sebastian Plönnes, die mit aufmarschierten, geschlossen hinter dem Kommandanten.

Der Funke springt über

Dieser Funke sprang auch auf das Publikum über, das begeistert das Stippeföttchen des aktiven Korps begutachtete. Dessen Mitglieder beschrieben Feldwebel Michael Birfeld als das „Jüngste und Schönste“, was die Gesellschaft zu bieten habe, und zu den Klängen des Regimentsspielmannszuges Grün-Weiß Lohn, unter der Leitung von Thomas Graff, wurde geschunkelt und geklatscht.

Natürlich durfte auch das Aushängeschild der Gesellschaft nicht fehlen. Das Tanzpaar Eva Gruppe und Sebastian Plönnes konnte an diesem Abend krankheitsbedingt zwar nicht tanzen, jedoch wurden die Gardetänzer und Spielleute für ihre Darbietung des Gardetanzes vom Publikum trotzdem mit viel Applaus belohnt.

Etwas ganz Besonderes hatten sich die Mitglieder auch für ihren Sessionsorden überlegt. Unter dem Motto „Mer fiere Fastelovend mit Tanzpaar und Garde un uch in de Bütt“ widmete die Gesellschaft den Orden ihren Rednern. Die sogenannten „Scharwachpraame“ Pascal Külzer, Thomas Schlenter, Dieter Sawall, René Külzer, Dr. Christoph Herzog sowie Dr. Stefan Wilhelms und Josef Hendriks sind auf dem farbenfrohen Schmuckstückchen zu sehen. Natürlich konnten die Gäste an diesem Abend auch einigen Vorträgen lauschen. Doch dazu später mehr.

Bevor der Flachlandtiroler mit seinem Vortrag die Jecken im Saal begeisterte, wurde die Feldfahne der Gesellschaft an einen neuen Träger überreicht. Mehr als zehn Jahre war Mitglied Peter Stommen für sie verantwortlich. Nun übernimmt Marcel Sommer diese Aufgabe.

Doch nicht nur die großen Karnevalisten standen an diesem Abend im Mittelpunkt. Auch der Nachwuchs der Gesellschaft präsentierte sich von seiner besten Seite. So begeisterte die Jugendtanzgruppe mit glitzernden Kostümen und einem Tanz zu einer Mischung aus Musical-Melodien und modernen Hits.

Mit den Worten: „Ich ben ene ärme Student“ hatten die Vorträge von Thomas Schlenter in den vergangenen Jahren begonnen. Sein Studium hat der Scharwächter mittlerweile hinter sich und blickte in seiner Rede noch einmal auf diese Zeit zurück. Nun wolle er sich einen Job suchen, in dem er diktieren könne.

„Da kann man Worte verwenden, von denen man keine Ahnung hat, wie sie geschrieben werden“, erklärte er den Gästen, denen das eine oder andere Lachtränchen die Wangen runterkullerte. Tosender Applaus war die Belohnung für seine Rede. Natürlich durfte auch eine Zugabe nicht fehlen.

Das sollte seine letzten Witze auf der großen Bühne sein – zumindest für die kommenden Jahre. Als Redner will Schlenter nun erst einmal eine Pause einlegen und sich seinem neuen Job widmen. Eine Rückkehr auf die Bühne schloss er an diesem Abend, zur Freude des Publikums und seiner Vereinskameraden, nicht aus.

Geschunkelt und geklatscht wurde beim Auftritt des Scharwach-Septetts. Dieter Sawall, Christian Leuchter, Dr. Heinz Jansen, Dr. Gero Rhiem, Thomas Graff, Dr. Frank Carpentier und Helmut Müller präsentierte eigene Texte zu bekannten Melodien wie „Ganz Paris träumt von der Liebe“ und „Op d‘r Maat“. Natürlich durfte auch ein Medley mit bekannten Karnevalshits wie „Bye bye my Love“ nicht fehlen. „Das sind Scharwachtexte. Texte, die uns unter die Haut gehen, die wir denken, leben und fühlen“, kommentierte Kommandant Simon Hendriks den gelungenen Auftritt.

Nachdem auch die Tanzpaare des Karnevals-Komitees mit ihrem Tanz überzeugt hatten, ging es in die Pause, die zu den Klängen des Kreuzrittermarsches und mit dem Aufmarsch des Elferrates beendet wurde.

Besucht wurde die Gesellschaft an diesem Abend von der Prinzengilde aus Bergrath, die mit der großen Wache, Tanzpaar, Tanzmarie und Regimentskapelle angerückt war und ein tolles Bild auf die Bühne brachte. Präsident Alexander Bamberger und Kommandant Marcel Momma kündigten voller Stolz den Auftritt der großen Wache an, der das Publikum begeisterte. Auch die Regimentskapelle zeigte sich von ihrer besten Seite und präsentierte ein Medley mit Märschen von verschiedenen Eschweiler KGs.

Steigerung möglich? Ja!

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Besucher bereits ein Programm der Spitzenklasse hinter sich. War eine Steigerung da überhaupt noch möglich? Die Antwort lautete: Ja! Die Vorträge von „Scharwachmüsje“ René Külzer sowie den „Maatwievern“ Dr. Stefan Wilhelms und Josef Hendriks brachten den Saal zum Kochen.

Während Külzer vom Weihnachtsfest mit seiner Schwiegermutter erzählte, der er einen Gutschein eines bekannten Eschweiler Bestattungsunternehmen schenkte, nahmen Wilhelms und Hendriks sich gegenseitig in die Mangel und brachten das Publikum nicht nur zum Lachen, sondern überzeugten auch mit ihrem Gesang. Dieser Meinung war auch Kommandant Simon Hendriks, der das auf seine eigene sympathische Art kommentierte: „Papa, Stefan, das war spitze!“

Zum Schluss begeisterte das Tanzcorps „Höppe Kroetsch“ und bewies sein tänzerisches Können mit gleich drei Tänzen. Das Publikum war außer sich, applaudierte lautstark und hatte noch immer nicht genug von den spektakulären Hebungen gesehen. Bevor sich der Abend dem Ende neigte, hatte Elferratssprecher Fritz Peters dann das Wort und bedankte sich bei Simon Hendriks.

„Wir haben alle das Gefühl gehabt, du hast im Leben nichts anderes getan, als Gala-Sitzungen zu leiten.“ Das Publikum pflichtete ihm bei und brachte seine Begeisterung mit lautstarkem Applaus im Stehen zum Ausdruck. „Sie waren ein grandioses Publikum und es hat richtig Spaß gemacht“, bedankte sich Hendriks, der mit diesen Worten die Sitzung schloss.

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