Gegen das Desinteresse: Gelungene Premiere mit Brennstoffzellen

Von: Andreas Röchter
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Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schüler der achten Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule in Theorie und Praxis. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ingenieure sind gefragt. Aber es gibt in Deutschland zu wenige von ihnen. Der Begriff Fachkräftemangel ist in aller Munde. Ein Gegenmittel: Schülern möglichst früh die Chancen aufzuzeigen, die Ingenieursberufe bieten. Die Verantwortlichen der Bischöflichen Liebfrauenschule gehen diesen Weg.

Mit Christine Becker und Michael Stiller besuchten zwei Ingenieure die Schule und brachten ihren Beruf den Schülern der achten Jahrgangsstufe in Theorie und Praxis näher.

„Ziel dieser Aktion ist es, den Schülern ein Bild davon zu vermitteln, welche Möglichkeiten der Ingenieursberuf bietet. In dieser Hinsicht herrschen oft völlig falsche Vorstellungen”, erklärt Christine Becker, die Entwicklungsingenieurin für Motorapplikation ist. „Das Berufsbild ist derart vielfältig, gerade auch im praktischen Bereich, dass sich eigentlich wesentlich mehr junge Menschen in diese Richtung orientieren müssten. Und eines ist klar: Wir brauchen Ingenieure”, betont sie.

In die gleiche Kerbe schlägt Lehrerin Maria Becker, Mittelstufenkoordinatorin an der Bischöflichen Liebfrauenschule. „Die Wahl der Leistungskurse spielt auch für die spätere Berufswahl eine wichtige Rolle. Deshalb ist es wichtig, früh das Interesse für Technik zu wecken. Leider gehen aber noch zu wenige Schüler in diese Richtung”, bedauert die Pädagogin.

„Dabei stehen die Chancen sehr gut, nach einem Ingenieursstudium auch einen adäquaten Arbeitsplatz zu bekommen”, unterstreicht die Lehrerin. „Die Fähigkeiten, die notwendigen Schulkenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie zu erwerben, sind oft vorhanden. Doch zu wenigen Schülern ist bekannt, wie interessant eine Ingenieurstätigkeit ist.”

Dieser Tatsache traten Christine Becker und Michael Stiller, der als Ingenieur für Nutzfahrzeugmotoren arbeitet, entgegen. Nach der theoretischen Einführung in die Funktionsweisen einer Brennstoffzelle ging es für die Liebfrauenschüler an praktische Experimente.

So galt es unter anderem, mit Hilfe von Brennstoffzellen kleine Fahrzeuge anzutreiben und dabei den zurückgelegten Weg und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs sowie den Wasserstoffverbrauch zu ermitteln. Auch mit den Antriebsmöglichkeiten Hybrid und Solar durften die Schüler experimentieren. Darüber hinaus gab es Anschauungsunterricht an einem Motor eines „großen” Autos.

„Es wäre toll, wenn dieses Projekt zu einer festen Einrichtung an unserer Schule werden könnte”, blickt Maria Becker in die Zukunft. „Die Premiere hat gezeigt: Wenn Technik anschaulich präsentiert wird, entwickeln viele Schüler Interesse”, stellt sie zufrieden fest.
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